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Der Sommer ist vorerst vorbei: Deutschland friert im Juni

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Von: Franziska Vystrcil

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Eine Familie steht mit Regenschirmen vor einem See.
Gummistiefel anstatt Sandalen, Regen- anstatt Sonnenschirm - der Juni soll kalt und verregnet werden. © Jono Searle/dpa

Der erste Sommermonat des Jahres soll alles andere als sommerlich ausfallen. Im Juni steht dem Wetter in Deutschland ein Temperatursturz bevor.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland bot im Mai einen Sommer der Superlative. Der Mai-Sommer kam wie ein Speer zu uns geflogen - doch leider ist er aktuell auf dem Sinkflug. Nach Wochen mit Temperaturen bis zu 34 Grad ist in den kommenden Wochen bibbern angesagt. Bis auf 15 Grad sollen die Werte bis Anfang Juni abfallen. Doch auch der Monatswechsel bringt den Sommer nicht zurück. In den Prognosen der Wetterdienste sind die Temperaturen von 30 Grad und mehr verschwunden.

Wetter in Deutschland: Polarluft lässt Temperaturen zum Juni sinken

Stattdessen wird in den kommenden sechs Wochen nur noch selten bis vielerorts gar nicht mehr die Sommertagsmarke von 25 Grad erreicht. Polare Kaltluft sorgt dafür, dass Ende Mai und Anfang Juni die Thermometer in einigen Regionen nicht mal mehr über die 20 Grad steigen. Dieser Kaltluftvorstoß soll sich auch im ersten Sommermonat hartnäckig halten. Düstere Aussichten für alle Hitze-Fans.

Der Mai war in Sachen Sommerwetter vielversprechend: kaum Niederschläge, etwa 12 Sonnenstunden täglich und Temperaturen weit über 25 Grad. Während Sonnenanbeter da ganz auf ihre Kosten kamen, warnten Experten vor den weitreichenden Folgen des viel zu trockenen Mais. In den letzten Tagen scheint der Monat seinen Wasserstand wieder auffüllen zu wollen. Unwetter in ganz Deutschland sorgten lokal für Starkregen, Gewitter und Hagel.

Grund für den Temperatursturz sind Tiefdruckgebiete aus Norden, welche am Donnerstag (26. Mai) die Hochdruckgebiete aus Deutschland verdrängen. „Der Wind kommt vom Atlantik, es wird also nur noch mäßig warm“, sagt Alban Burster, Meteorologe bei wetter.com. „Die Tiefdruckgebiete stoßen mit polarer Kaltluft durch“, erklärt der Wetterexperte weiter. Dadurch wird es frisch und der Wind in Deutschland legt ordentlich zu. „Die Sommertagsmarke von 25 Grad schaffen wir in den nächsten sieben Tagen erst einmal nicht mehr“, ist sich der Meteorologe sicher.

Prognosen für Juni sehen düster aus - Temperatursturz und viel Regen

Denn der Sommer will erst einmal nicht mehr so richtig in Schwung kommen, wie auch wetter.de in einer 42-Tage-Prognose zeigt. Im Westen streifen die Temperaturen im Juni laut Ensemble-Vorhersage zwar öfter knapp an der 25-Grad-Marke, meist bewegen sich die Werte aber eher um die 20 Grad herum. Zum Monatswechsel soll es im Westen zudem viele Niederschläge geben. Erst um die Pfingstfeiertage (5. und 6. Juni) soll es dort wieder längere Zeit trocken werden. Klingt ganz danach, als könnte die Schafskälte im Juni 2022 ordentlich zuschlagen.

Im Osten Deutschlands sieht es für den Juni nicht besser aus. Die Temperaturen fahren Achterbahn, erreichen aber auch dort nicht mehr den Schwellenwert für einen Sommertag von 25 Grad. Bis kurz nach Pfingsten liegen die Werte zwischen 16 und 24 Grad. Dann sollen die Temperaturen in den Keller fallen, ehe sie zum Ende des Monats wieder steil nach oben gehen. Niederschläge kommen vereinzelt vor, halten sich aber in Maßen.

Lediglich in Süddeutschland kann im Juni die Sommertagsmarke noch geknackt werden. Doch ehe es so weit ist, müssen sich auch Baden-Württemberg und Bayern auf eine Sommerpause einstellen. Erst Mitte Juni sollen im Süden wieder die 25 Grad erreicht werden. Zu den Pfingstfeiertagen wird es allerdings wechselhaft, nur um die 20 Grad sind drin. Es ist auch mit mehr Niederschlägen zu rechnen. Laut wetter.de bleibt es meist nur zwei Tage am Stück trocken. Die zweite Junihälfte soll etwas wärmer werden, doch das durchwachsene Wetter bleibt bestehen. Bleibt zu hoffen, dass die auf den Juni folgenden Sommermonate besseres Wetter bringen. Der Sommer 2022 könnte ganz anders werden, als wir ihn kennen, meinen Experten.

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