Jobgarantie für VfB-Trainer Matarazzo? Boss Wehrle weicht aus

Diplomatischer Vorstandschef

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Stuttgarter Krise

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Nach Fehlstart

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Vergewaltigungsvorwurf

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Bundesligadebüt

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Differenzen mit Vorstandsboss Wehrle

VfB-Machtkampf: Mislintat will sich mit Beförderung rehabilitieren

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Fußball

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Französischer Neuzugang

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Schwäbische Unruhe

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Formschwache Schwaben

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Der VfB Stuttgart zeigte sich im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt zum zweiten Mal in dieser Saison nicht bundesligatauglich.
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Früherer Bayern-Star

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Gerhard Wörn

Wegen Tumor-Erkrankung: VfB Stuttgart muss auf Kult-Physio verzichten

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Wechsel offiziell

Dan-Axel Zagadou wechselt zum VfB Stuttgart - „Ein großer Spieler, wenn er gesund bleibt“

Der VfB Stuttgart verpflichtet Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou. Die Fans freuen sich auf den Neuzugang. Aufgrund seiner Verletzungshistorie herrschte im Vorfeld jedoch auch Skepsis.
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VfB Stuttgart: Geschichte, Erfolge und Wissenswertes rund um den Traditionsverein aus Bad Cannstatt


Der VfB Stuttgart ist einer der bekanntesten Sportvereine Deutschlands. Der Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V., wie er offiziell heißt, ist mit seinen 72.500 Mitgliedern der zehntgrößte Sportklub der Bundesrepublik (Stand: Juni 2021) und damit auch der größte im Bundesland Baden-Württemberg.


Stuttgart - Besondere Bekanntheit - innerhalb Deutschlands sowie auch international - erlangte der Verein aus dem Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt durch seine Fußballabteilung. Mit fünf Deutschen Meisterschaften sowie drei Pokalsiegen und Rang fünf in der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga (Stand: März 2022) gilt der VfB Stuttgart als eine Fußball-Institution. Die Heimspiele trägt der Verein in der Mercedes-Benz Arena im Neckarpark aus, die im Volksmund auch unter Neckarstadion bekannt ist. Gegenüber vom Stadion befinden sich das Vereinsgelände, Trainingsplätze sowie das Clubhaus.


Gründungsgeschichte des VfB Stuttgart

Der Profiklub hat nicht nur eine vergleichsweise erfolgreiche, sondern vor allem eine bewegte Historie. Ende des neunzehnten Jahrhunderts entstanden erste Fußballvereine, nachdem sich Schüler regelmäßig zum damals rudimentären Fußballspielen, das damals noch dem Rugby glich, trafen. Unter den ersten Vereinigungen war auch der 1897 gegründete „Kronen-Club“ aus Cannstatt, der gemeinsam mit dem „Fußballverein Stuttgart 1893“ mit der Fusion am 2. April 1912 den Grundstein für den VfB Stuttgart legte.

Als „Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893“ e. V. konnte der neu gegründete Klub kurze Zeit später aufgrund der B-Südkreismeisterschaft des „FV Stuttgart“ um die Qualifikation für die neue Südkreisliga antreten. Das erste Pflichtspiel fand am 25. August 1912 statt, in dem der VfB den FV Germania Beiertheim mit 4:3 besiegte und somit das entscheidende Aufstiegsspiel gegen den FC Mühlburg erreichte. Mit 1:0 gewann der VfB am 1. September in Karlsruhe-Durlach durch ein Tor von Copé Wendling gegen den Vorgänger des Karlsruher SC und spielte somit kurz nach der Gründung bereits in der Südkreisliga, der damals höchsten Spielklasse.


Der Verein erfreute sich in den 1920er-Jahren bereits eines hohen Zulaufs mit über 1.000 Mitgliedern. 1927 gewann der VfB Stuttgart die württembergisch-badische Meisterschaft und stellte im Folgejahr mit Ernst Blum erstmals einen deutschen Nationalspieler. Im Jahr 1936 zog der Klub in die heutige Mercedes-Benz Arena, während des Kriegs folgten allerdings Umzüge aufgrund der Zerstörung der Spielstätten. Zum Kriegsende 1945 kehrte der Verein jedoch zurück in das Stadion am Neckarpark und spielte besonders in den 1950er-Jahren um Titel, in dieser Zeit gab es die ersten großen Erfolge. Auch in der 1963 eingeführten Bundesliga war der VfB vertreten und hatte beim Startschuss des Profifußballs bereits den besten Zuschauerschnitt. Im Jahr 1975 stieg der VfB erstmals in die 2. Bundesliga ab, wurde nach zwei Spielzeiten aber wieder erstklassig. 2016 und 2019 folgten jeweils Abstiege, nach einer Saison schaffte der Klub jeweils den direkten Wiederaufstieg.


Titel des VfB Stuttgart

Der VfB holte insgesamt fünfmal die Deutsche Meisterschaft, im Jahr 1950 glückte dies erstmals nach einem 2:1-Finalsieg über die Offenbacher Kickers vor 95.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion. Zwei Jahre später folgte die zweite Meisterschaft nach einem 3:2 im Endspiel gegen den 1. FC Saarbrücken in Ludwigshafen. 32 Jahre verstrichen, bis die Schwaben 1984 ihren dritten Titel feiern konnten, diesmal in der 1963 eingeführten Bundesliga. Aufgrund eines um sieben Treffer besseren Torverhältnisses sicherte sich der VfB die Schale vor dem Vizemeister Hamburger SV, auch bei der vierten Meisterschaft im Jahr 1992 war es die um elf Tore bessere Treffer-Bilanz, wegen der sich Stuttgart den Titel vor dem punktgleichen Zweiten Borussia Dortmund sicherte. Der letzte Titel datiert aus dem Jahr 2007, als man sich erst nach einem Sieg gegen Cottbus am letzten Spieltag die Meisterschaft vor dem FC Schalke 04 sicherte. In den Jahren 1935, 1953, 1979 und 2003 wurde der VfB Vizemeister.


Insgesamt sechsmal stand der VfB Stuttgart im Finale um den DFB-Pokal, dreimal holte der Klub dabei den Titel. Der erste Pokalsieg gelang im Jahr 1954, als der 1. FC Köln mit 1:0 nach Verlängerung besiegt wurde. Im Jahr 1958 gewannen die Stuttgarter das Endspiel um den Pott mit 4:3 nach Verlängerung gegen Fortuna Düsseldorf. Es dauerte lange bis zur nächsten Finalteilnahme, im Jahr 1986 unterlagen die Brustringe dem FC Bayern München deutlich mit 2:5. Elf Jahre später, im Jahr 1997, durfte der dritte Pokalsieg nach einem 2:0-Sieg über Energie Cottbus bejubelt werden. Zehn Jahre später schaffte es der VfB erneut ins Pokalfinale, verlor jedoch mit in der Verlängerung mit 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg. Zuletzt standen die Cannstatter im Jahr 2013 im Endspiel gegen den FC Bayern, das mit 3:2 an die Münchner ging.


Seit der Einführung der eingleisigen Bundesliga war der VfB Stuttgart nur in vier Spielzeiten zweitklassig, in den Jahren 1977 und 2017 sicherten sich die Schwaben jeweils die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga und stiegen als Titelträger wieder ins Oberhaus auf.


VfB Stuttgart: Die Erfolge im Überblick

  • 5x Deutscher Meister: 1949/50, 1951/52, 1983/84, 1991/92, 2006/07
  • 3x Deutscher Pokalsieger: 1953/54, 1957/58, 1996/97
  • 1x Deutscher Superpokalsieger: 1992/93
  • 2x Deutscher Zweitligameister: 1976/77, 2016/17

VfB Stuttgart: Internationale Höhepunkte des Clubs

Auch international konnte der VfB Stuttgart in seiner langen Historie so manche Duftmarke setzen, zu einem Titel reichte es allerdings nicht. Im UEFA-Pokal erreichten die Schwaben in der Saison 1973/74 das Halbfinale gegen den späteren Titelgewinner Feyenoord Rotterdam, mit 4:3 unterlag die Mannschaft nach Hin- und Rückspiel. 1979/80 war der VfB Teil des rein westdeutschen Halbfinals und verlor dabei gegen Borussia Mönchengladbach, das sich in den beiden Endspielen gegen Eintracht Frankfurt geschlagen geben musste.


Am weitesten kamen die Stuttgarter in der Saison 1989/90, als sie bis ins Finale gegen den SSC Neapel vordrangen. Das Hinspiel in Neapel ging mit 1:2 verloren, im Rückspiel im Neckarstadion kam der Bundesligist nicht über ein 3:3-Remis hinaus. 1998 konnte sich der VfB im Europapokal der Pokalsieger ebenfalls bis ins Finale vorkämpfen, wieder reichte es aber nicht zum großen Sprung. Im Finale im schwedischen Solna unterlagen die Stuttgarter dem FC Chelsea mit 0:1. Im UI-Cup, der bis 2009 als dritter europäischer Wettbewerb ausgetragen wurde, war der VfB in den Jahren 2000, 2002 und 2008 unter den jeweiligen Gewinnern, wobei es hier kein richtiges Endspiel gab.


VfB Stuttgart: Der Klub und der traditionelle Brustring

Typisch für den VfB Stuttgart ist die Spielbekleidung, die Heimtrikots des Vereins haben durch einen roten Brustring einen hohen Wiedererkennungswert. Doch das war nicht immer so. Im Jahr 1894 war ein weißes Trikot mit schwarzem Stern sowie schwarzer Hose die Spielbekleidung der Rugbymannschaft des VfB-Vorgängers FV Stuttgart. Im Jahr 1911, also ein Jahr vor der Fusion, führte der FV das württembergische Hirschgeweih auf der Brust ein, das heute noch Teil des Wappens des Traditionsklubs ist.


Aufgrund eines Einfalls einiger Nachwuchsspieler wurde ab dem Jahr 1925 der rote Brustring eingeführt, der bis heute als charakteristisches Symbol für den VfB Stuttgart steht. Das Vereinslogo wurde in den 1950er-Jahren eingeführt und etabliert, neben dem VfB-Lettern war erstmals auch die Jahreszahl der Gründung des FV Stuttgart zu beobachten. Während der ersten großen Titel - in den 50ern holte der Verein zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiege - trug die Mannschaft also bereits den Brustring sowie das Logo. Mitte der 1970er-Jahre stieg der VfB für zwei Jahre aus der Bundesliga ab, während der Saison 1975/76 verzichtete der Klub erstmals auf den traditionellen roten Ring auf Brusthöhe. Im Jahr darauf wurde dieser wieder eingeführt, prompt klappte es mit dem Aufstieg in die Bundesliga.


VfB Stuttgart geht mit Frauenteam künftig neue Wege

Viele Bundesligisten haben es vorgemacht, am 1. Juni 2021 zog nun auch der VfB Stuttgart 1893 e.V. nach und gründete eine Abteilung für Frauenfußball. Künftig soll es mehrere Mädchen- und Frauen-Teams im Leistungsbereich geben. Eine Aufnahme des Spielbetriebs ist für die Saison 2022/23 geplant. Dabei kooperiert der VfB Stuttgart mit der Abteilung des VfB Obertürkheim, der bereits eine Größe im Bereich Mädchen- und Frauenfußball in der Region Stuttgart ist.


VfB Stuttgart: Mehr als ein Fußballverein - alle weiteren Abteilungen des Vereins

Als Verein für Bewegungsspiele ist der VfB auch in vielen anderen Sportarten mit Amateursportabteilungen vertreten. So stellen die Hockey-SpielerInnen die zweitgrößte Sparte des Vereins, außerdem verfügt der Klub über eine erfolgreiche Leichtathletik-Abteilung. Auch im Faustball ist der VfB erfolgreich. Der Verein holte gleich vier deutsche Meisterschaften, davon drei auf dem Feld und eine in der Halle. Zudem unterhält der Verein eine Tischtennis-Abteilung sowie einen Sektor für Fußballschiedsrichter.