Warum sind gerade so viele Silberfischchen in der Wohnung?

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Von: Andrea Stettner

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Silberfischchen sind häufige Mitbewohner in Wohnungen. Sie sind zwar ärgerlich, können jedoch auch auf ein verborgenes Problem hinweisen.

Sie tummeln sich im Bad, im Schlafzimmer oder sogar im Wäschekorb: Silberfische, genauer gesagt Silberfischchen. Die kleinen, länglichen Tierchen sind in vielen Haushalten anzutreffen. Und obwohl sie keinerlei Gefahr für die Gesundheit darstellen, empfinden sie viele als störend und können, gerade bei massenhaften Auftreten, zur psychischen Belastung werden. Experten verraten, warum es Silberfischen in die Wohnung zieht, und was Sie gegen die Lästlinge tun können.

Was sind Silberfischchen?

Silberfischchen (Lepisma saccharina) gehören zur Ordnung Zygentoma und sind weltweit verbreitet. In Mitteleuropa findet man sie das ganze Jahr über in Gebäuden. Sie sind an ihrer silbrigen Farbe und einer Körperlänge von bis zu 11,5 Millimetern zu erkennen.

Diese nachtaktiven und lichtscheuen Insekten bevorzugen feuchte Umgebungen. Dabei ernähren sie sich von stärke- und zuckerhaltigen Produkten wie Mehl, Teigwaren und Zucker wie das Niedersächsiche Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seiner Website mitteilt. Aber auch Hautschuppen, Haare und Hausstaubmilben stehen auf ihrer Speisekarte. Da sie Zellulose verdauen können, fressen sie laut Verbraucherzentrale auch Papier oder Bücher an.

Silberfischchen in einem Glas. Die Ursache für einen Befall Silberfischchen kann zu hohe Luftfeuchtigkeit sein.
Silberfischchen kommen in vielen Wohnungen vor. Die Ursache dafür ist meist zu hohe Feuchtigkeit. © fotogigi85/Imago

Was sind die Ursachen für einen Befall mit Silberfischchen?

Die Hauptursache für einen Silberfischchenbefall ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Diese Bedingungen entstehen häufig durch unzureichende Belüftung, Wasserschäden oder Restfeuchte in Neubauten. Aus diesem Grund sind sie oftmals ein Indikator für feuchte Wohnungen und können auf Schimmel hinweisen. Silberfischen lieben außerdem Wärme: „Die optimale Temperatur für Silberfischchen liegt bei 25 bis 30 Grad“, sagt Schädlingsbekämpfer Simon Hallauer von der SysTec Schädlingsbekämpfung gegenüber Br.de. Das erkläre auch, warum im Sommer oftmals mehr Silberfischchen in den eigenen vier Wänden unterwegs sind, so der Experte. Wer in den feuchten Herbstmonaten zudem das Fenster gekippt lässt, bietet den Tierchen, die sich häufig an Häuserfassaden aufhalten, ein ideales Eintrittstor in die Wohnung.

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Tipps zur Bekämpfung von Silberfischchen

Um Silberfischchen effektiv zu bekämpfen, können folgende Maßnahmen helfen:

  • Regelmäßiges Stoßlüften, besonders nach dem Duschen oder Kochen, um die Luftfeuchtigkeit zu senken.
  • Abdichten von Ritzen und Fugen sowie das Vermeiden von offenstehenden Lebensmitteln.
  • Nutzung von Klebefallen oder Hausmitteln wie aufgeschnittenen Kartoffeln, um Silberfischchen anzulocken und zu entfernen.
  • Bei hartnäckigem Befall professionelle Schädlingsbekämpfer hinzuziehen.

Gut zu wissen: Der Populationsaufbau von Silberfischen verläuft relativ langsam. Ein größerer Befall muss demnach schon seit längerer Zeit unbemerkt bestehen. Deshalb sollte man schon frühzeitig damit beginnen, Silberfischen zu bekämpfen und vor allem die Ursachen für den Befall zu beseitigen, um langfristig Ruhe vor diesen ungebetenen Gästen zu haben. Auch ein Befall mit Staubläusen und vor allem mit Kellerasseln kann ein Warnzeichen für zu hohe Feuchtigkeit im Haus sein.

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