Staubläuse in der Wohnung: So werden Sie die lästigen Tierchen wieder los
Uns auf Google folgenStaubläuse gelten als Material- und Hygieneschädlinge und sind vor allem in feuchten Wohnräumen aktiv. Wir zeigen, wie Sie die lästigen Tierchen wieder loswerden.
Staubläuse, auch Bücherläuse oder Holzläuse genannt, treten das ganze Jahr über in Häusern und Wohnungen auf. Die winzigen beigefarbenen Insekten werden bis zu zwei Millimeter groß und können gut springen, weshalb sie gerne mit Flöhen verwechselt werden. Tatsächlich bewegen sie sich aber meist laufend fort und können aufgrund ihrer Lebensweise (genau wie Kellerasseln) einen wichtigen Hinweis auf verborgene Feuchteschäden liefern. Wer sie nicht im Haus haben möchte, wird die Tierchen zum Glück mit einfachen Methoden – und ohne Insektizide – schnell wieder los.
Wo findet man Staubläuse in der Wohnung?

Staubläuse bevorzugen eine warme und feuchte Umgebung mit einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 85 Prozent. In Häusern und Wohnungen findet man sie deshalb oft an diesen Orten:
- Badezimmer
- Küche
- feuchte Fensterbänke
- Zimmerpflanzen
- Keller
„In Neubauten kommt es in den ersten zwei bis drei Jahren nach Fertigstellung häufig zu Staublausplagen, da hier die Wände noch nicht abgetrocknet sind“, informiert das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seiner Website.
Da sich Staubläuse vor allem von Schimmel ernähren, kann ihr Auftreten auch ein Zeichen für einen Schimmelbefall in der Wohnung sein. Dieser ist nicht unbedingt mit bloßem Auge sichtbar. Auch auf feucht gelagerten Büchern findet man häufig Staubläuse, die den hauchfeinen Schimmelpilzbelag fressen. Ein Befall ist an feinem Papierstaub zu erkennen.
Aber auch Lebensmittel-Vorräte auf Getreidebasis sind für Staubläuse ein gefundenes Fressen. Hier bedienen sie sich gerne an Müsli, Mehl, Reis oder Nudeln – genau wie Lebensmittelmotten oder die ebenfalls lästigen Brotkäfer.
Sind Staubläuse gefährlich?
Staubläuse sind für den Menschen nicht gefährlich. Allerdings können sie Allergien auslösen, wenn sie in großer Anzahl auftreten. Zudem verunreinigt ihr Kot befallene Lebensmittel. Finden Sie Staubläuse in Mehl, Reis und Co., sollten Sie diese allein schon aus hygienischen Gründen lieber entsorgen. Wer verunreinigte Lebensmittel isst, kann allergisch darauf reagieren, etwa in Form von Hautreizungen oder Niesanfällen.
Staubläuse bekämpfen: So werden Sie die winzigen Tierchen los
Als Erste-Hilfe-Maßnahme reicht es, die Tierchen mit dem Staubsauger einzusaugen. Nehmen Sie dabei besonders dunkle Ecken ins Visier, etwa hinter Möbeln oder unter Teppichen. Hier halten sich Staubläuse besonders gern auf. Bei Stinkwanzen sollten Sie diese Methode jedoch lieber sein lassen.
Um die Tiere auf Dauer loszuwerden, hilft jedoch nur, die Luftfeuchtigkeit etwa durch richtiges Lüften zu reduzieren und die Ursachen für die entstehende Feuchtigkeit zu beseitigen. Das entzieht den Staubläusen die Lebensgrundlage, wie die ASS Schädlingsbekämpfung auf seiner Website informiert. „Bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent verschwinden die Tiere von selbst“, so die Experten.