Vor Länderspiel gegen Israel: Italien verschärft seine Sicherheitsvorkehrungen

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Von: Yannic-Sébastien Lacombe

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Wenn die Squadra Azzurra in der kommenden Woche auf Israel trifft, geht es in der WM-Quali um alles. Doch auch abseits des Platzes ist die Lage angespannt.

Udine – Platz zwei in der Gruppe und punktgleich mit dem Dritten Israel: Die derzeitige Konstellation in der WM-Qualigruppe I dürfte den Fans der italienische Nationalmannschaft Kopfzerbrechen bereiten. Zwar hat die Squadra Azzurra momentan ein Spiel weniger als Israel und Tabellenführer Norwegen absolviert – doch die Skandinavier belegen mit 15 Zählern auf dem Konto souverän den ersten Platz.

Israel - Italien
Israel mit Manor Solomon (r) hat noch Chancen auf die WM-Teilnahme. © Denes Erdos/AP/dpa

Nach den beiden verpassten WM-Teilnahmen 2018 und 2022 ist für die Italiener am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Israel, das am Samstag zunächst auf Norwegen trifft, ein Sieg also Pflicht. Doch auch abseits des Platzes bereitet das Aufeinandertreffen der beiden Nationen den Behörden Kopfzerbrechen: Denn vor dem Hintergrund des Krieges in Gaza werden rund um das Bluenergy-Stadium in Udine verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gelten.

Vor WM-Qualispiel gegen Israel: Italien verschärft seine Sicherheitsvorkehrungen

Konkret bedeutet das: Am Spieltag wird der Verkauf von Getränken in Glasflaschen oder aus anderen Materialien, die als Waffen verwendet werden könnten, untersagt sein. Hinzu kommt: Restaurants sind aufgefordert, Gegenstände wie Tische, Stühle, Sonnenschirme, Container oder Werbetafeln aus ihrem Außenbereich zu entfernen. 

Auch das Polizeiaufgebot wird im Vergleich zu anderen Heimspielen der Squadra Azzurra um ein Vielfaches erhöht. Das hängt auch damit zusammen, dass wenige Stunden vor dem Spiel eine pro-palästinensische Demonstration in Udine stattfinden wird. Laut italienischen Medienberichten befürchtet die italienische Polizei im Zuge dieser Demonstration gewalttätige Auseinandersetzungen. 

Aus der italienischen Politik kommen indes ebenfalls kritische Töne. „Israel wurde zwar nicht von internationalen Sportwettbewerben ausgeschlossen, aber angesichts einer humanitären Katastrophe von historischem Ausmaß, angesichts des unermesslichen Leids in Gaza, halte ich es für unangemessen, dieses Spiel auszutragen“, betonte etwa Udines Bürgermeister Alberto Felice De Toni. (ysl)

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