Wie oft muss der Schornsteinfeger kommen?
Uns auf Google folgenDer Schornsteinfeger prüft Emissionswerte und sieht bei Kamin und Feuerstätten nach dem Rechten. Dabei kommt er bei manchen öfters, bei anderen seltener vorbei.
„Schornsteinfeger bringen Glück“, heißt ein altes Sprichwort. Und das zu Recht: Schon im Mittelalter waren die traditionell in schwarz gekleideten Handwerker unterwegs, um Schornsteine zu reinigen. War der Schornstein frei, konnte wieder gekocht und geheizt werden. Zudem verringerte sich dadurch die Gefahr eines Schornsteinbrandes, was den Menschen Sicherheit gab.
Welche Aufgaben hat ein Schornsteinfeger?

Heutzutage haben Schornsteinfeger, vielerorts auch Kaminkehrer genannt, nicht nur verrußte Schornsteine im Blick, sondern übernehmen vielfältige Aufgaben, wie der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks informiert:
- Reinigen und überprüfen: Schornsteinfeger sorgen durch regelmäßige Überprüfungen dafür, dass Schornsteine, Abgasleitungen sowie Heizungsanlagen sicher funktionieren. Sie reinigen Schornsteine vom Dach (und teilweise auch vom Keller) aus und entfernen dabei Ruß und andere Ablagerungen. Die Arbeiten verringern das Brandrisiko, da sich Ruß entzünden kann, sowie andere Gefahren durch verengte oder undurchlässige Schornsteine. Auch Kaminöfen sollten Sie regelmäßig von innen reinigen.
- Messen und Dokumentieren: Schornsteinfeger überprüfen mit einem Messgerät, ob etwa der Kohlenmonoxid-Wert im Abgas zu hoch ist. Dieser ist wichtig für die Sicherheit der Bewohner sowie den Umweltschutz.
- Kunden beraten: Zu den Aufgaben der Kaminkehrer gehört auch, Kunden hinsichtlich klimafreundlichem Heizen und Energiesparen zu beraten. Als ausgebildete Energieberater stellen sie zudem Energieausweise aus und beraten zu staatlichen Fördermaßnamen. Zudem helfen sie auch bei der Nachrüstung von älteren Kaminöfen, welche die vorgeschriebenen Abgaswerte nicht einhalten.
Wie oft kommt der Schornsteinfeger ins Haus?
Wie oft der Schornsteinfeger ins Haus kommt, lässt sich pauschal nicht sagen. Dies hängt zum einen davon ab, welches Heizsystem beziehungsweise welche Feuerstätte im Haus vorhanden ist. Außerdem spielt auch eine Rolle, ob nur eine Messung durchgeführt werden muss, oder ob aufwändigere Termine wie Kehr- oder Überprüfungsarbeiten anstehen. „Aufgrund der verschiedenen Aufgaben kann ein Schornsteinfeger manchmal nur einmal im Jahr vorbeikommen, im nächsten Jahr aber dafür vielleicht dreimal“, informiert das Portal Ofenseite.com. Wer einen Kaminofen besitzt, muss Kehrarbeiten in der Regel bis zu dreimal im Jahr durchführen lassen. Zudem ist alle paar Jahre eine Feuerstättenschau vorgeschrieben (zweimal innerhalb von sieben Jahren). Übrigens, nicht alles darf im Kaminofen verbrannt werden – andernsfalls droht ein saftiges Bußgeld.
Doch keine Sorge: Ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger notiert sich die Fristen und kommt nach Bedarf automatisch zu Ihnen nach Hause. Nur bei einem freien Fachmann des Schornsteinfegerhandwerks müssen Sie sich selbst um die Termine kümmern.