Kalter Kaffee noch genießbar?

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Von: Anne Hund

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Manchmal bleibt beim Kaffeekochen ein Rest übrig. Schmeckt das Getränk auch noch am nächsten Tag?

Man hat daheim eine Kanne Kaffee gekocht, die aber nicht geleert wird. Am nächsten Tag mag vielleicht so mancher überlegen, was er mit dem Rest von gestern anstellt. Kann man den Kaffee noch genießen, oder sollte man lieber neuen kochen? Öko-Test hat sich mit der Frage befasst.

Tasse Kaffee auf einem Tisch
Ein heiß aufgebrühter Kaffee am Morgen, das gehört für viele zum Start in den Tag dazu. Wie steht es mit dem Kaffee vom Vortag? (Symbolbild) © Veresovich/Panthermedia/Imago

Zu viel gekocht: Ist kalter Kaffee am Tag danach noch genießbar?

Demnach sollte man Kaffee, der nicht direkt, sondern erst am Tag danach getrunken wird, nach dem Aufbrühen zügig abkühlen lassen und in einem sauberen Gefäß verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. So kann man zum Beispiel vorgehen, wenn man Kaffee für einen selbstgemachten Eiskaffee kocht und ihn in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank abkühlen lässt. Auch für ein selbstgemachtes Tiramisu oder Rezepte für „Kaffeekuchen“ kann man davon etwas verwenden.

Abgestandener Kaffee: Was ändert sich beim Geschmack?

Längere Zeit sollte das Getränk aber nicht einfach so herumstehen. Auch das Landesuntersuchungsamt für Chemie, Hygiene und Veterinärmedizin Bremen (LUA) wird in dem Bericht von Öko-Test zitiert. Wie das LUA erklärt habe, könnten sich in unverschlossenen und ungekühlten oder unsauberen Gefäßen mit der Zeit wieder Mikroorganismen ansiedeln und vermehren, berichtet Oekotest.de. „Bei unverschlossenen Gefäßen kann ein Eintrag allein über die Raumluft erfolgen“, habe das LUA mitgeteilt.

Zudem verändere sich unverschlossen und ungekühlt aufbewahrter Kaffee bereits „nach einer halben Stunde bis Stunde“ in seiner Zusammensetzung, heißt es in dem Beitrag von Öko-Test. Allein durch den Sauerstoff in der Luft büße Kaffee nach Aussagen des LUA mit der Zeit „sehr stark“ an sensorischer Qualität ein, heißt es weiter auf Oekotest.de.

Selbst, wenn die Reste von heiß aufgebrühtem Kaffee über Nacht einmal nicht im Kühlschrank gestanden haben sollten: Kalter Kaffee vom Vortag sei zwar „sensorisch betrachtet kein Hochgenuss mehr“, schreibt Oekotest.de, „gesundheitlich unbedenklich ist er in der Regel aber durchaus“. Das LUA rate jedoch davon ab, kalten Kaffee wieder aufzuwärmen. „Das kann das Getränk bitterer werden lassen“, heißt es in dem Beitrag von Öko-Test, „weil unter anderem aromabildende Öle verlorengehen.“ Zudem könne sich der Säuregehalt erhöhen, was den Kaffee auch weniger bekömmlich machen könne.

Auf die nötige Hygiene achten

Länger sollte man frische Getränke aus hygienischen Gründen ohnehin nicht in der Küche herumstehen lassen und auch die Kaffeemaschen regelmäßig von alten Kaffeeresten befreien, um Schimmelbildung auszuschließen. Alle Kaffeemaschinen sollte man regelmäßig grundreinigen. Viele Maschinen erinnern an die Selbstreinigung und bieten häufig entsprechende Programme an.

Was wohl die wenigsten Kaffeetrinker, die ihr Lieblingsgetränk warm genießen, schon mal ausprobiert haben dürften: Statt Zucker eine Prise Salz als Zutat in den frisch gebrühten Kaffee zu geben. Das soll dabei helfen, den Geschmack ein wenig abzumildern, wenn der selbst gekochte Kaffee zu bitter geraten ist.

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