Neuer Audi A6 Avant: So schlägt sich der Premium-Kombi im Alltag

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Von: Volker Pfau

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Mit dem neuen Audi A6 Avant beabsichtigt Audi wieder in der gehobenen Mittelklasse zu glänzen. Wir haben die Businessklasse für die Straße getestet.

München – Autos in der sogenannten Business-Klasse – also Fahrzeuge, die gehobenen Ansprüchen gerecht werden und ihren Fahrern entsprechendes Prestige verleihen – sind für die Hersteller nicht nur aus Preisgründen attraktiv, sondern auch sehr wichtig fürs Image. Demzufolge legte Audi großen Wert auf die Überarbeitung des A6, schließlich will man Mitbewerber aus Stuttgart und München nicht kampflos davonfahren lassen. Wir testeten, wie gut sich die Kombiversion schlägt, die sich in Bezug auf Technik, Größe und Leistung auch vom Audi A5 Avant absetzt. Bei der Präsentation des überarbeiteten A6 hatten die Ingolstädter bekanntgegeben, dass rund 80 Prozent der Käufer zur Kombi-Version greifen.

Audi A6 Avant
Eleganter Lastentransporter: Der Audi A6 Avant will in der gehobenen Mittelklasse punkten. © Audi

Den Fahrer empfängt eine Landschaft der Bildschirme in seinem Blickfeld. Hinterm Lenkrad befindet sich ein digitales Kombiinstrument, in der Mitte des Armaturenbretts thront ein 14,5-Zoll-Touchscreen und in unserem Modell freute sich der Beifahrer über ein 10,9-Zoll-Display, das Bestandteil des 1.530 Euro teuren Pakets Tech plus ist. Beim Losfahren wird Letzterer gedimmt, damit man hinterm Lenkrad nicht womöglich abgelenkt wird. Die Mittelkonsole ist weitgehend leergeräumt, dafür sind etliche Bedienelemente in den Türgriff gewandert. Daran muss man sich gewöhnen und anfangs fehlt die intuitive Sicherheit.

Audi A6 Avant mit 204 PS: Reicht die Leistung im Alltag?

Motorisiert war unser Test-Audi mit dem 2-Liter-Benzinmotor, der eine Maximalleistung von 204 PS hat. Diese Power reicht unserer Auffassung nach absolut aus, da der Wagen nicht zu sportlichen Ausritten verführt, zumal mindestens 1.865 Kilogramm beschleunigt werden müssen. Demzufolge dauert es eine ganze Weile, bis die Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h erreicht wird. Also lässt man es lieber. Wer etwas sportlicher unterwegs sein will, muss den Dynamic-Modus wählen, was sich aber negativ auf den Verbrauch auswirkt. Erfreulich: Der Warnton fürs Tempolimit und die übereifrige Spurassistenz sind schnell deaktivierbar und sorgen für entspannte Fahrt.

Jede Menge Warnsysteme und Kameras erleichtern das Rangieren

Dank umfassender Ausstattung mit Warnsystemen und Kameras kommt man auch auf engeren Straßen oder beim Rangieren mit dem 4,99 Meter langen und 1,47 Meter flachen Audi gut zurecht. 12,3 Meter Wendekreis erfordern jedoch in so manchen Situationen ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Die Kombiversion des A6 sieht flott aus, erfüllt aber mit dem abgeschrägten Heck, einem Ladevolumen von maximal 1.534 Litern und einer Zuladung von bis zu 550 Kilogramm die Erwartungen, die man in Bezug auf Lastentransportaufgaben an ein Fahrzeug für gehobene Ansprüche haben könnte, nicht so ganz.

Armaturenbrett mit drei Bildschirmen
Armaturenbrett mit drei Bildschirmen. © Audi

Audi A6 Avant: So viel kostete unser Testwagen

Bei unseren Fahrten notierten wir Verbrauchswerte zwischen 7,5 und 8,5 Liter auf 100 Kilometer. Etappen im Schnellzugtempo im Dynamic-Modus kosten ein bis zwei Liter Kraftstoff mehr. Der Audi A6 Avant startet in der von uns gefahrenen Basisversion mit dem 2,0-Liter-TFSI-Motor bei 58.000 Euro. Da bei unserem Exemplar allerhand Extras an Bord waren, die zusätzlich bezahlt werden müssen, hätten wir aber stolze 81.715 Euro hinblättern müssen.

Audi ist also wieder in der Businessklasse angekommen. Der A6 Avant ist ideal für entspannte Langstreckenfahrten und kleinere Transportaufgaben. Fürs gehobene Fahrerlebnis muss man aber auch den entsprechenden Preis bezahlen.

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