Anschlag in Krefeld: Polizei schießt Mann vor Kino nieder – Täter warf wohl Brandbomben
Uns auf Google folgenIm Cinemaxxx am Bahnhof in Krefeld kam es nach Medienberichten zu einem Gewaltakt. Der Täter soll eine Brandbombe geworfen und bewaffnet gewesen sein.
Update vom 11. Oktober, 12.19 Uhr: Wie die Polizei am Freitagmorgen bekannt gab, gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag. Die genaue Motivlage sei noch unklar, teilte die Polizei Essen mit. Den Sicherheitsbehörden war der 38-jährige Tatverdächtige nach dpa-Informationen nicht als Extremist bekannt.
Der Krefelder mit iranischer Nationalität soll am Donnerstagabend in Krefeld drei Brände gelegt haben. Als er den Angaben nach versuchte, in einem Kinofoyer einen weiteren Brand zu legen, wurde er von der Polizei angeschossen. Schwer verletzt kam er in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Ob er schon vernommen werden konnte, wurde zunächst nicht bekannt.
Update vom 11. Oktober, 5.41 Uhr: Bei dem Vorfall in einem Krefelder Kino habe es sich neuesten Polizei-Angaben um versuchte Brandstiftung gehandelt. Hinweise auf einen terroristischen Anschlag gebe es nach aktuellem Ermittlungsstand keine. Aus organisatorischen Gründen war zunächst vonseiten der Polizei die Rede von dem Arbeitsstichwort Anschlag gewesen, wie ein Polizeisprecher gegenüber der Welt erklärte.
Ein 38-Jähriger hatte am Donnerstagabend (10. Oktober) versucht, einen Brand im Foyer Cinemaxxx-Kinos zu legen. Nach WDR-Informationen wollte der Verdächtige mit einem Molotow-Cocktail und einer weiteren Waffe in das Kino. Daran sei er durch das Eingreifen der Polizei gehindert worden. Beamte hatten laut Polizeiangaben einen Schuss abgegeben, der Täter wurde dabei verletzt und anschließend in einem Krankenhaus behandelt. Die genaue Motivlage sei noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

Der 38-Jährige mutmaßliche Einzeltäter soll zuvor drei weitere Brände in Krefeld gelegt haben. Laut Informationen der Bild handelte es sich dabei um das Gebäude der Agentur für Arbeit, einem Mehrfamilienhaus und einem „Streetwork-Mobil“ der Caritas.
Versuchte Brandstiftung in Krefelder Kino – Polizei äußert sich zur Tat
Update vom 10. Oktober, 22.34 Uhr: Mittlerweile war die Polizei Essen für IPPEN.MEDIA erreichbar. Wie ein Sprecher erklärt, ist unklar, ob der Tatverdächtige im Kino war. Um 19.50 Uhr waren drei Brände in Krefeld bei der Polizei gemeldet worden, Beamte konnten einen Verdächtigen ausmachen, verfolgen und vor dem Cinemaxxx stellen.
Dort kam es zum Schusswaffengebrauch der Polizei, der mutmaßliche Täter wurde dabei verletzt. Über weitere verletzte Personen, die etwa bei Anschlägen zu Schaden gekommen sein könnten, liegen der Polizei keine Meldungen vor. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass es zumindest keine Schwerverletzten oder gar Tote gab.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, eine Gefahr für die Bevölkerung besteht demnach nicht. Identität und Motiv des Tatverdächtigen sind noch unklar.
Anschlag in Krefeld (NRW): Polizei stoppt Mann vor Cinemaxxx-Kino am Bahnhof
Erstmeldung vom 10. Oktober, 22.06 Uhr: Krefeld – Anschlag in einem Kinosaal in Krefeld. Im Cinemaxx am Bahnhof der NRW-Großstadt soll ein Mann eine Amoktat begangen haben. Die Rede ist von einem Molotowcocktail und Waffengewalt. Der mutmaßliche Täter wurde laut Berichten bereits von der Polizei überwältigt und durch den Einsatz einer Schusswaffe verletzt.
Anschlag in Krefeld: Mann soll Brandbomben gezündet haben – Täter von Polizei gestoppt
Auf Nachfrage von IPPEN.MEDIA bestätigt die Polizei Krefeld die Lage, kann aber keine weiteren Informationen geben. Bei Vorfällen größeren Ausmaßes übernimmt grundsätzlich die übergeordnete Polizei Essen.
Wie die Rheinische Post berichtet, wird eine Stellungnahme in Kürze erwartet. Bestätigt ist laut Rheinischer Post die Einstufung als Anschlag und damit eine Amoklage.
Großlage in Nordrhein-Westfalen: Ausmaß der Gewalt in Krefeld noch nicht bekannt
Weiter heißt es, das Ausmaß der Gewalt in Krefeld sei noch nicht bekannt. Ein Mann soll eine Brandbombe geworfen und Waffengewalt ausgeübt haben, auch in einem Kinosaal. Der Täter wurde laut Medienberichten von der Polizei überwältigt und dabei angeschossen. Laut Bild ist er schwerverletzt auf dem Weg in ein Krankenhaus.
Ob und, wenn ja, wie viele Opfer es beim Anschlag in Nordrhein-Westfalen gab, ist aktuell nicht bekannt. Auf Fotos vom Tatort in Krefeld ist die Absperrung der Polizei vor dem Kino zu sehen. Seelsorger sind vor Ort.
Großlage in Krefeld (NRW): Weitere Brände in der Nähe des Cinemaxxx
In der Nähe des Cinemaxxx, auf der Schwerstraße und der Hansastraße, wurden zur gleichen Zeit zwei brennende Dachstühle gemeldet, außerdem soll auch am Hauptbahnhof ein Feuer ausgebrochen sein. Unklar ist, ob es zwischen den Ereignissen einen Zusammenhang gibt.
Der Vorfall erinnert unweigerlich an die zwei Brände, die sich erst Ende September in Essen ereignet haben. Dort zündete ein 41-Jähriger zwei Häuser an und fuhr anschließend mit einem Lieferwagen in zwei Ladengeschäfte. Wohl aus Frustration über die Trennung von seiner Frau. (moe)