Sternschnuppen vom Halleyschen Kometen: Jetzt lohnt sich der Blick in den Nachthimmel

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Von: Tanja Banner

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Im Mai rasen Überreste des Halleyschen Kometen als Sternschnuppen über den Himmel – doch ausgerechnet beim Höhepunkt gibt es ein Problem.

Schon seit April sind sie aktiv, doch jetzt im Mai werden die Sternschnuppen der Eta-Aquariiden erst richtig interessant, denn sie erreichen ihren Höhepunkt. Besonders spannend: Mit ihnen rasen Überreste des berühmten Halleyschen Kometen als helle Lichtspuren über den Himmel. Wer sich warme Kleidung anzieht und einen dunklen Platz sucht, hat in diesen Tagen echte Chancen auf ein unvergessliches Naturschauspiel.

Sternschnuppen am Nachthimmel über Teneriffa. (Archivbild)
Sternschnuppen am Nachthimmel über Teneriffa. (Archivbild) © imago/Leemage

Was steckt hinter dem Sternschnuppenregen? Die Erde fliegt auf ihrer Bahn durch eine Staubspur, die der Halleysche Komet im Weltall hinterlassen hat. Die winzigen Teilchen rasen mit rund 66 Kilometern pro Sekunde (237.600 km/h) in die Erdatmosphäre – und verglühen dabei als helle Leuchtspuren am Nachthimmel. Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde schwärmt gegenüber fr.de von Ippen.Media besonders von einem Phänomen, das die Eta-Aquariiden so besonders macht: „Die Aquariiden rufen sehr schnelle Sternschnuppen hervor, welche zu Nachleuchtspuren neigen. Das ist schon etwas Besonderes, wenn man diese grüne Spur hinter dem Meteor beobachten kann, ich freue mich jedes Mal daran.“

Sternschnuppen der Eta-Aquariiden haben im Mai gleich zwei Höhepunkte

Der Strom ist vom 19. April bis zum 28. Mai aktiv – doch wer das Maximum erleben möchte, sollte sich zwei Daten rot im Kalender markieren. „Der 6. Mai ist die Nacht mit dem rechnerischen Aktivitäts-Maximum“, erklärt Pilz. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Leider stört der abnehmende aber noch helle Mond. Doch Pilz hat auch eine gute Nachricht: „Die Beobachtungen der letzten Jahre legen jedoch nahe, dass die Aktivität ‚zweizipfelig‘ ist, und wir einen weiteren Höhepunkt am 8. Mai erwarten dürfen. Der Mond stört dann viel weniger und steht nur tief am Himmel.“

Die beste Beobachtungszeit für beide Nächte ist laut Pilz „die Stunde vor Beginn der Dämmerung, das ist zweieinhalb Stunden bis 90 Minuten vor Sonnenaufgang.“ In dieser Stunde lassen sich etwa zehn Sternschnuppen pro Stunde wirklich sehen. Anders ist das weiter im Süden: Wer im Mittelmeerraum oder noch weiter südlich nach den Eta-Aquariiden Ausschau hält, kann im Maximum bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde erwischen.

Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Wassermann auszuströmen

Ihren Namen verdanken die Eta-Aquariiden ihrem scheinbaren Ursprungspunkt am Himmel: dem Sternbild Wassermann. Dort befindet sich der Ausstrahlungspunkt, der sogenannte Radiant. „Diese Region steht am Morgen kurz vor Beginn der Dämmerung nicht allzu hoch am Südosthimmel“, erklärt Pilz. Wichtig zu wissen: Fachleute raten, nicht direkt zum Radianten zu schauen. Die Sternschnuppen können am gesamten Himmel auftauchen. Verfolgt man ihre Spur gedanklich zurück, landet man zwar im Wassermann – doch die Meteore selbst kommen überall her.

Bei der Sternschnuppen-Beobachtung machen ein paar einfache Tipps den Unterschied: Ein dunkler Ort mit freiem Rundumblick ist ideal. Wer sich hinlegt, hat den größten Himmelsausschnitt im Blick – und schont den Nacken. Warme Kleidung ist für kühle Frühlingsnächte Pflicht. Und besonders wichtig: Die Augen benötigen etwa 30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Auch das Smartphone kann die Dunkeladaption stören – man sollte während der Beobachtung also am besten nicht auf das Handy-Display schauen. (Quellen: Eigene Recherche, International Meteor Organization) (tab)

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