Astronom will Bruchstücke eines interstellaren Meteoriten aus dem Meer geholt haben
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Der Astronom Avi Loeb soll Bruchstücke eines interstellaren Meteors im Meer gefunden haben. Sie könnten einen Hinweis auf außerirdisches Leben geben.
Manus – Jährlich schlagen rund 20.000 Meteoriten, die mehr als 100 Gramm wiegen, in den Erdboden ein, das berichtet ARD Alpha. Erst Ende Juni konnte in Bayern ein Meteorit am Himmel beobachtet werden. Im Jahr 2014 war der erste interstellare Meteorit auf die Erde getroffen. Fast 10 Jahre später hat der Astronom Avi Loeb nun eine Suche nach den Gesteinsbrocken vor der Küste von Papua-Neuguinea gestartet – offenbar mit Erfolg.
Interstellarer Meteorit könnte Hinweis auf außerirdisches Leben sein
Der Astronom Avi Loeb entdeckte gemeinsam mit seinem Studenten Amir Siraj im Jahr 2019 in alten Daten den ersten interstellaren Meteoriten, der die Erde traf. Demnach kollidierte der Himmelskörper mit der Bezeichnung IM1 am 8. Januar 2014 mit einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Sekunde mit der Erde. Ein Feuerball entstand und das knapp einen halben Meter große Objekt zerbrach beim Eindringen in die Erdatmosphäre – die Bruchstücke fielen etwa hundert Kilometer vor der Küste der Insel Manus in Papua-Neuguinea ins Meer.
Aufgrund von Daten des US-Militärs schloss Loeb, dass der Meteor besonders hart sein müsse. Der Astronom stellte daher ein Forschungsteam zusammen, um in einer Tiefe von 1,7 Kilometern auf dem Meeresboden nach den Bruchstücken zu suchen. In einem Beitrag auf dem Portal Medium schreibt er: „Die Analyse der Zusammensetzung der Fragmente könnte Aufschluss darüber geben, ob das Objekt natürlichen oder künstlichen Ursprungs ist.“ Ist das Objekt künstlicher Natur, könnte es ein starker Beweis für die Existenz außerirdischen Lebens sein.
Astronom findet Bruchstücke eines interstellaren Meteoriten
Nun scheint der Forscher tatsächlich fündig geworden zu sein. Bei der Expedition fand das rund 12-köpfige Team mehrere Überreste, die vermutlich von dem interstellaren Meteor IM1 stammen. Auf Medium berichtete der Astronom am 26. Juni, dass sie zwei große Objekte mithilfe eines Magneten gefunden haben, die anders als vorherige Fundstücke nicht kugelförmig seien. „Wenn diese Objekte mit IM1 zusammenhängen, würden sie den größten Teil der Massenreste ausmachen, die wir bisher von IM1 geborgen habe“, schreibt Loeb.
Die neuesten Funde besäßen eine tausendmal größere Gesamtmasse als die 300 Mikrometer großen Kügelchen. „Wenn sie mit IM1 verwandt sind, würden sie es uns ermöglichen, die Zusammensetzung des Meteors sehr genau zu bestimmen.“
Suche nach interstellarem Meteorit
Mithilfe des Schiffes „Silver Star“ sucht das Forschungsteam seit dem 14. Juni 2023 den Meeresboden vor der Küste Papua-Neuguineas nach den Bruchstücken ab. Hierfür nutzen die Wissenschaftler einen Magnetschlitten und andere Geräte, um die winzigen Teilchen von IM1 aus dem Meer zu fischen. (jsch)