Vereinigte Arabische Emirate treten aus OPEC aus – Schulterschluss mit Trump?

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Von: Nils Thomas Hinsberger

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Die Entscheidung ist ein herber Rückschlag für die OPEC. Für Trump könnte der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate ein Gewinn sein.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen aus der OPEC und OPEC+ austreten. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Staatsmedien. Wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM schreibt, soll der Schritt am 1. Mai geschehen.

Ölförderanlage
Die Vereinigten Arabischen Emirate treten aus der OPEC aus. (Symbolbild) ©  IMAGO / Pond5 Images

„Diese Entscheidung spiegelt die langfristige strategische und wirtschaftliche Vision der VAE sowie ihr sich wandelndes Energieprofil wider“, schreibt die WAM zu der Entscheidung. Neben dem Austritt sollen auch die Investitionen in die heimische Energieproduktion beschleunigt werden. Zudem wolle man das „Engagement für eine verantwortungsvolle, zuverlässige und zukunftsorientierte Rolle auf den globalen Energiemärkten“ betonen.

Vereinigte Arabische Emirate treten aus OPEC aus – Gewinn für Trump?

Die OPEC (Organisation Erdöl exportierender Staaten) wurde 1960 in Bagdad von den Ländern Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela gegründet, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung. Ziel der Organisation sei es, eine gemeinsame Erdölpolitik zu betreiben und sich gegen die Preissetzung multinationaler Erdölgesellschaften zu wehren.

Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten gehören Äquatorialguinea, Gabun, die Republik Kongo, Kuwait, Libyen, Nigeria sowie die Gründungsstaaten zur OPEC.

Wie der Tagesspiegel schreibt, könnte die Entscheidung der VAE eine engere Bindung an die USA unterstreichen. Donald Trump habe der OPEC vorgeworfen, die Welt durch künstlich verteuerte Preise „auszunehmen“. Zudem habe er militärische Unterstützung für die Golfstaaten an den Ölpreis geknüpft.

„Störungen“ in der Straße von Hormus – VAE treten aus OPEC aus

Der Schritt zum Austritt aus der OPEC sei nach „einer umfassenden Überprüfung der Produktionspolitik der VAE sowie ihrer aktuellen und zukünftigen Kapazitäten“ erfolgt, schreibt die WAM weiter. Auch die „Störungen im Arabischen Golf und in der Straße von Hormus“ hätten die Entscheidung beeinflusst.

Im Sinne eines „stabilen, globalen Energiesystems“ würden die VAE „Stabilität, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit in den Vordergrund“ stellen. Die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der OPEC bezeichnete die staatliche Nachrichtenagentur als konstruktiv.

Auch Russland ist an OPEC beteiligt

Der Schritt der VAE, aus der OPEC auszutreten, könnte als Schritt zur Annäherung an den Westen gewertet werden. Für die Öl-Organisation bedeutet der Schritt zumindest einen Verlust eines großen Förderlandes. Mit 2,9 Millionen Barrel Öl pro Tag (Stand 2024) galten die VAE als drittgrößter Ölproduzent nach Saudi-Arabien (9,0 Millionen) und dem Irak (4,4 Millionen), wie die Internationale Energieagentur (IEA) berichtete.

Auch Russland zählt zu den beteiligten Staaten der OPEC-Gruppe. Zwar ist das Land kein Mitglied der Kernorganisation, sondern beteiligt an der OPEC+. Dort tritt das Land unter Wladimir Putin als größter Ölproduzent auf (9.2 Millionen Barrel pro Tag). Die offiziellen Förderzahlen Russlands sind jedoch nicht unanbhängig überprüfbar. (Quellen: AFP, Tagesspiegel, BPB, WAM, IEA) (nhi)

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