Trump verkündet nun doch TikTok-„Deal“ mit China

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Von: Laura May

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Trump will die wirtschaftlichen Beziehungen zu China verbessern. Ein Deal könnte zu TikTok könnte das Fortbestehen der Plattform in den USA sichern.

Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hat kurz vor dem Ablauf einer entscheidenden Frist eine mögliche Lösung im Konflikt um die Videoplattform TikTok angedeutet. „Es gibt einen Deal“, verkündete Trump am Montag über seinen Onlinedienst Truth Social. Gleichzeitig kündigte er ein Telefonat mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für kommenden Freitag an.

Obwohl Trump die Plattform nicht direkt beim Namen nannte, ließ seine Formulierung wenig Raum für Interpretationen. Er sprach von einer Einigung bezüglich eines „gewissen Unternehmens, das junge Menschen in unserem Land sehr gerne retten wollen“. Die Nutzer würden über diese Entwicklung „sehr glücklich“ sein, fügte der US-Präsident hinzu.

Joe Biden versuchte Einfluss von TikTok zu stoppen, doch Donald Trump nutzt die Plattform selbst

Die beliebte Video-App gehört dem chinesischen Konzern ByteDance. Ein unter Trumps Vorgänger Joe Biden verabschiedetes US-Gesetz verpflichtet das Unternehmen zum Verkauf der Plattform in den USA, wenn es einen Ausschluss aus den App-Stores vermeiden will. Nach massiven Protesten junger Nutzerinnen und Nutzer hatte Trump die Verkaufsfrist mehrfach verschoben – aktuell läuft sie am Mittwoch (17. September) aus. Im August hat das Weiße Haus sogar selbst einen TikTok-Account bekannt gegeben.

Die Trump-Regierung nannte den Namen des von den USA unterstützten Käufers nicht. Nach Angaben von CNN wird jedoch allgemein erwartet, dass die Gruppe von Oracle-Chef Larry Ellison geleitet wird, der letzte Woche kurzzeitig zum reichsten Menschen der Welt wurde. Trump hatte bereits im Januar erklärt, er werde sich dafür einsetzen, dass Ellison die US-Vermögenswerte der App kauft.

US-Präsident Donald Trump erreicht über die chinesische Plattform TikTok selbst ein breites Publikum.
US-Präsident Donald Trump erreicht über die chinesische Plattform TikTok selbst ein breites Publikum. © IMAGO/Jakub Porzycki

US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte die Möglichkeit eines „Deals“ für TikTok

Mitte Juni hatte Trump ByteDance bereits weitere 90 Tage Aufschub gewährt, um einen Käufer in den USA zu finden. Ende desselben Monats erwähnte er erstmals einen möglichen Interessenten für die Plattform, ohne jedoch konkrete Details zu nennen.
Auch US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte die Möglichkeit eines „Deals“ für TikTok. Bessent äußerte sich während seines Aufenthalts in Madrid, wo eine amerikanische Delegation seit Sonntag mit China über Zölle auf Importprodukte und andere strittige Themen verhandelt.

„Wir haben uns sehr auf TikTok konzentriert und sichergestellt, dass es ein Deal ist, der für die Chinesen fair ist und die nationalen Sicherheitsbedenken der USA voll und ganz respektiert, und genau diesen Deal haben wir erzielt“, sagte Bessent am Montag. „Und natürlich wollen wir sicherstellen, dass die Chinesen ein faires, engagiertes Umfeld in den Vereinigten Staaten haben, aber die nationale Sicherheit der USA steht immer an erster Stelle.“

Trumps Zölle gegen China stehen im Mittelpunkt aktueller Verhandlungen

Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Bessent und dem chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng stehen die von Trump verhängten Zölle gegen China. Im Mai hatten sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt darauf geeinigt, die Zölle vorübergehend zu reduzieren – seitdem werden auf chinesische Waren in den USA 30 Prozent Zoll erhoben, während China auf US-Waren 10 Prozent aufschlägt. Diese Vereinbarung läuft im November aus.

Trump hatte kürzlich von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und China gesprochen. Im August kündigte er an, China noch in diesem Jahr oder kurz danach zu besuchen. (Quelle: AFP, CNN) (lm)

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