Umstrittener Dating-Trend: Frauen setzen immer mehr auf die „6-6-6“-Regel
Uns auf Google folgenIm Internet trendet die umstrittene „6-6-6“-Dating-Regel. Was steckt dahinter und halten sich Menschen wirklich daran?
München – Daten ist heutzutage nicht immer leicht. Das breite Angebot an Dating-Apps und die endlosen Möglichkeiten, nach rechts oder links zu swipen, scheinen es für viele junge Erwachsene schwieriger zu machen, sich auf einen Partner festzulegen. Um die Partnersuche zu erleichtern, greifen manche Frauen nun zur sogenannten „6-6-6“-Regel.
Es handelt sich dabei um einen neuen Dating-Trend, der im Internet gerade kontroverse Diskussionen auslöst. Der Trend kursiert schon seit Jahren und ist vor Kurzem wieder in Mode gekommen: So sprachen unter anderem die Moderatorinnen des US-amerikanischen Podcasts „Mean Girl“ darüber und die TikTok-Userin „Girl on Couch” schien in ihrem Video „Man in Finance“ darauf anzuspielen.
Oberflächlicher Dating-Trend: Frauen setzen immer mehr auf die „6-6-6“-Regel
Es handelt sich dabei um eine Orientierung, nach der Frauen ihre Partnerauswahl ausrichten sollten. 6-6-6 beschreibt sozusagen den perfekten Partner: Ein Mann, der über 1,80 Meter groß ist (in den USA über 6 Fuß), ein Sixpack hat und mehr als sechsstellig verdient.

Einige Frauen behaupten, dass sie diese Regel tatsächlich nutzen, um einen Partner zu finden und um die scheinbar unendliche Auswahl an potenziellen Kandidaten auf Dating-Apps einzugrenzen. Die Dating-Regel sorgt für Kontroversen, weil viele Menschen diese als zu oberflächlich empfinden.
Auch andere Dating-Trends sorgen im Netz immer wieder für Aufsehen: vor Kurzem beispielsweise der „Boysober“-Trend.
Umstrittener Dating-Trend: „Der ‚666-Trend‘ vermittelt ein falsches Bild“
Wie viele Menschen sich wirklich an die Regel halten, ist nur schwer feststellbar. Allerdings zeigt eine aktuelle Umfrage der Dating App Tinder, dass Aussehen und Status für Frauen zweitrangig sind: Demnach waren Loyalität und Ehrlichkeit für die Mehrheit der Befragten die wichtigsten Kriterien bei der Partnersuche. Attraktivität folgte an dritter Stelle. Für nur 29 Prozent der Frauen sei finanzielle Stabilität ausschlaggebend.
„Der ‚666-Trend‘ vermittelt ein falsches Bild von dem, worauf es beim Dating und dann in einer Partnerschaft ankommt. Das, was am Ende wirklich über echte Verbindungen entscheidet, sind keine oberflächlichen Komponenten, sondern ob man sich von der anderen Person gesehen, wertgeschätzt, geliebt und verstanden fühlt“, erklärt die Psychologin Pia Kabitzsch auf tinder.de.
Anfang 2024 entwarf ein Mann eine neue Dating-App mit einem Haken. (jus)