Tragödie in den italienischen Alpen: Vermisste Bergsteiger nach tagelanger Suche tot gefunden

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Von: Martina Lippl

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Einsatzkräfte und Bergretter suchen nach zwei Vermissten in den italienischen Alpen.
Einsatzkräfte und Bergretter suchen nach zwei Vermissten in den italienischen Alpen. © Screenshot CNSAS/Vigili del Fuoco

Bergretter versuchten drei Tage lang zwei Vermisste zu retten. Die Aktion nahm ein tragisches Ende.

Lecco – Drei Tage suchten Einsatzkräfte nach zwei Bergsteigern in den italienischen Alpen. Es war wohl eine beispiellose Suchaktion auf der Grignetta (2184 Meter) in der Lombardei (Italien). Schlechtes Wetter und Lawinengefahr forderten die Retter heraus. Sie konnten die Vermissten zwar orten, doch dann begann ein Wettlauf gegen die Zeit.

Tragödie beim Abstieg von der Grignetta (2184 Meter)

Die beiden Italiener (48) wollten am Samstag (8. Februar) den Gipfel der Grignetta (2184 Meter) erreichen. Sie waren vom Parkplatz Piani dei Resinelli aufgebrochen. Doch kehrten nicht mehr ins Tal zurück. Als die beiden Bergsteiger am Samstagabend nicht zu ihrem Auto zurückgekehrt waren, schlugen Angehörige Alarm.

Laut dem italienischen Sender Rai galten die Männer als erfahrene Alpinisten, kannten die Gegend gut. Trotzdem hatten die zwei wohl die Situation am Berg falsch eingeschätzt. Ein fataler Fehler. Beim Abstieg wurden Christian und Paolo von einem rapiden Wetterwechsel überrascht. Innerhalb von einer halben Stunde zogen Wind und heftiger Schneefall auf, berichtet stol.it.

Schlechte Sicht und Schnee – der markante Wetterumschwung machte auch den Bergrettern schwer zu schaffen. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen war ein Hubschraubereinsatz zeitweise undenkbar. Alpine Rettungsteams setzten Drohnen mit Wärmenbildkameras ein, um das Gebiet zu erkunden. Die beiden Vermissten wurden schließlich in einer Schlucht lokalisiert.

Das Signal eines Mobiltelefons eines Opfers konnte aufgefangen werden, heißt es. Der genaue Standort der Alpinisten konnte dann mithilfe eines Systems namens Recco ausgemacht werden. Mit einem Detektor konnten Bergrettungsteams dann den Standort des Objekts, in dem sich eine kleine Recco-Platte befindet, orten. Diese Platte kann in der Kleidung, am Schneeschuh oder an einem Rucksack stecken.

Vermisste Bergsteiger auf der Grignetta tot – Leichen nach drei Tagen Rettungsaktion geborgen

Der Hubschrauber konnte jedoch nicht vom Boden abheben, um die Leichen zu bergen. Zu Fuß machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg, um zu den Vermissten zu gelangen. Am 12. Februar wurden die Opfer mit einer Spezialtrage geborgen und ins Tal gebracht. Der Vorfall erinnert an die Suche nach zwei Skitourengeher Anfang Januar. Eine deutsche Urlauberin verschwand vergangenen Herbst beim Bergsteigen in Italien. (ml)

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