12 Wörter, die auf dem Dorf eine völlig andere Bedeutung haben als überall sonst
Uns auf Google folgenÖPNV-Streik? Auf dem Dorf streiken höchstens die Traktoren und nicht die Busse. Die kommen ja sowieso nicht.
Das Landleben kann Außenstehende schon echt verwirren. Auf dem Dorf werden Sachen akzeptiert, die man überall sonst schräg finden würde. Zum Beispiel, dass dich der öffentliche Nahverkehr schlicht und einfach vergessen hat. Während also in der Stadt schon alle Schiss vor dem nächsten ÖPNV-Streik haben, bekommst du ihn auf dem Land gar nicht erst mit. Und auch sonst bedeuten viele Wörter im Dorf eben etwas völlig anderes als überall sonst, so wie diese hier ...
1. „Streik“

Überall: Streik durch Gewerkschaften, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr.
Auf dem Land: Was der Traktor macht oder das Auto im Winter, wenn alles zufriert und niemand im 10-km-Umkreis da ist, der dir Starthilfe geben kann.
Beispielsatz: „Das sche#@ Auto streikt schon wieder!“
2. „Flughafen“

Überall: Start- und Landebahnen für Flugzeuge, zum großen Teil zur Beförderung von Touris und Geschäftsleuten von A nach B.
Auf dem Land: Ort, zu dem man sonntags spazieren geht, wenn's nebendran ein Café gibt. Spielplatz für Hobbypiloten und Modellflugzeugflieger.
Beispielsatz: „Ich komm‘ nur mit spazieren, wenn du mir am Flughafen ein Eis kaufst.“
3. „Nachbarn“

Überall: Menschen, die im selben Gebäude oder im benachbarten Haus wohnen.
Auf dem Land: Ein paar hundert Leute, die sofort wissen, wenn mit deinem Freund Schluss ist, und die auch sonst über dein Leben besser im Bilde sind als du selbst. Im Kontext auch manchmal das „Nachbardorf“, mit dem man seit Jahrhunderten im Clinch liegt.
Beispielsatz: „Die Nachbarn sind schon wieder besoffen auf dem Dorffest aufgetaucht.“
4. „Vegetarische Alternative“

Überall: Ein fleischloses Produkt, bestehend zum Beispiel aus Soja oder Tofu.
Auf dem Land: Hühnchen als Sonntagsessen, weil Oma weiß, dass du kein Fleisch magst.
Beispielsatz: „Ich war beim Hähnchenmann und hab uns eine vegetarische Alternative geholt.“
5. „Zollstock“

Überall: Ein Werkzeug, um Abstände zu messen.
Auf dem Land: Ein Flaschenöffner. Bevorzugt verwendet, wenn der Nachbar dir einen Kasten Bier vorbeibringt, weil du ihm beim Bau seiner Terrasse geholfen hast.
Beispielsatz: „Gib mir mal den Zollstock, ich hab Durst.“
6. „Rasenmäher“

Überall: Gerät aus dem Baumarkt, mit dem außerhalb der Ruhezeiten ein Rasen getrimmt werden kann.
Auf dem Land: Das Folterwerkzeug, mit dem dich dein Nachbar um 7 Uhr früh am Wochenende aus dem Leben reißt.
Beispielsatz: „Wolfgang, schmeiß‘ den Rasenmäher an.“
7. „Keller“

Überall: Das unterirdische Geschoss eines Gebäudes.
Auf dem Land: Der Ort, an dem du deinen ersten Jägermeister getrunken hast und ihn kurz darauf wieder losgeworden bist. Schauplatz von bis zu 50 Prozent aller Partys im Dorf – neben Vereinsheim und Feuerwache.
Beispielsatz: „Wollen wir am Samstag zur Tanke oder zum Jürgen in den Keller?“
8. „Fest“

Überall: Die Zelebrierung eines besonderen Anlasses, zum Beispiel einer Hochzeit.
Auf dem Land: Besser bekannt als „Dorffest“. Obligatorische Veranstaltung, bestehend aus einem Bierzelt, das auf einer Wiese oder einem Acker aufgestellt wird. Dörfer im 100 km-Radius reisen an, um sich die Kante zu geben und Spanferkel oder Steckerlfisch zu essen.
Beispielsatz: „Wenn du echt nicht zum Dorffest kommst, hast du besser mindestens 45 Grad Fieber!“
9. „Heimweg“

Überall: Die Strecke zwischen einem beliebigen Ort und deinem Zuhause.
Auf dem Land: Auch „Promilleweg“ genannt. Der Feldweg zwischen der Partylocation und deinem mindestens 5 km entfernten Zuhause. Teilweise abgekürzt direkt über Felder und/oder einen Wald.
Beispielsatz: „Ich muss mich auf den Heimweg machen. Es ist schon 11 Uhr und ich muss um 2 zu Hause sein.“
10. „Polizei“

Überall: Teil der Exekutive.
Auf dem Land: Bruder vom Schwager vom Sepp, der dich nach Hause fährt, wenn du den Promilleweg nicht geschafft hast.
Beispielsatz: „Kann wer die Polizei rufen?“ ... „Der macht grad Mittag.“
11. „Nummernschild“

Überall: Kennzeichnung eines Kraftfahrzeugs mit Nummern und Buchstaben.
Auf dem Land: Woran du beim Autofahren erkennst, ob der Schleicher vor dir aus dem Nachbardorf kommt. Basis für schlechte Wortwitze über fahrende Personen und deren gemeldeten Wohnsitz.
Beispielsatz: „Das D in dem seinen Nummernschild steht für Deppendorf!“
12. „Notruf“

Überall: Rufnummern der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdiensts.
Auf dem Land: Nummer, die erst gewählt wird, wenn man den rausragenden Knochen nicht selbst ins Bein zurückdrücken kann und das Auto mal wieder streikt. Anruf erfolgt erst zu Werkzeiten, man will den Rettungskräften keine Umstände machen.
Beispielsatz: „Ne, Notruf brauch ich nicht. Kipp einfach nen Schnaps drüber.“
Du findest dich und so ziemlich deinen kompletten erweiterten Familienkreis in diesem Post wieder? Dann unterschreibst du sicher auch folgendes:
- 21 ungeschriebene Regeln, die nur Dorfkinder kennen
- 17 Dinge, die du nur kennst, wenn du auf dem Dorf aufgewachsen bist
- „Nur Cola-Korn bringt uns nach vorn!“ und 21 weitere Situationen, die nur Dorfkinder kennen
Abonnier‘ unsere Kanäle: Das Beste von BuzzFeed Deutschland gibt es jetzt auch auf WhatsApp und Telegram.