Meister mit VfB, Legende in Leverkusen & Köln: Ex-Klubs trauern um Daum

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Von: Lars Pollmann

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Christoph Daum ist im Alter von 70 Jahren an Krebs verstorben. Er war eine der schillerndsten Figuren der Bundesliga und Meistertrainer des VfB Stuttgart.

Stuttgart – Der deutsche Fußball trauert am Sonntag (25. August) um Christoph Daum. Die Trainerikone ist nach langem Kampf gegen den Lungenkrebs „friedlich im Kreise seiner Familie verstorben“, teilte diese der Deutschen Presse-Agentur mit. Daum starb am Samstag in Köln im Alter von 70 Jahren. Die Bestürzung bei den Klubs, die er maßgeblich geprägt hat, ist groß.

Seinen größten Triumph feierte Daum 1992 beim VfB Stuttgart. Im wohl dramatischsten Saisonfinale der Geschichte der Bundesliga holten die Schwaben im Dreikampf mit Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt dank eines Treffers von Guido Buchwald den Meistertitel. „Der VfB hat Christoph Daum sehr viel zu verdanken, allem voran sein erfolgreiches Wirken als Trainer, das mit der Deutschen Meisterschaft 1992 gekrönt wurde. Auch nach seiner Karriere blieb er unserem Verein stets eng verbunden“, würdigt Präsident Dietmar Allgaier den Verstorbenen.

Leverkusen wurde unter Daum zum Spitzenteam

„Christoph Daum war eine herausragende Persönlichkeit unseres Sports und ein Mensch, der wie nur wenige ganz und gar für den Fußball gelebt hat“, fügte Vorstandschef Alexander Wehrle hinzu. Der VfB-Boss hat Daum auch beim 1.FC Köln erlebt, wo einst die schillernde Trainerkarriere des gebürtigen Zwickauers begonnen hatte. 2006 kehrte Daum nach 16 Jahren zurück zum FC, der inzwischen in der 2. Bundesliga spielte.

Christoph Daum ist im Alter von 70 Jahren verstorben.
Christoph Daum ist im Alter von 70 Jahren verstorben. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

Bei seiner Heimkehr wurde Daum wie ein Messias gefeiert, obwohl er zwischenzeitlich seine Spuren beim Lokalrivalen Bayer Leverkusen hinterlassen hatte. Zwischen 1996 und 2000 hatte er die Werkself als Spitzenteam etabliert und unter anderem zu drei Vizemeisterschaften geführt. „Es war ein Meilenstein in der Entwicklung von Bayer 04“, sagt Rudi Völler. „Christoph hat hier unheimlich viel bewirkt und ins Rollen gebracht.“

Auch Eintracht Frankfurt äußert sich zum Tod von Daum

Im Jahr 2000 verließ Daum Leverkusen im Zuge einer Kokain-Affäre, die ihm den Posten des Bundestrainers kostete. Damit hatte er vor seinem Tod längst seinen Frieden gemacht. Bis zuletzt war Daum oft Gast in der BayArena und wohnte auch der Übergabe der historischen ersten Meisterschale für Leverkusen am Ende der vergangenen Saison bei. „Wir haben vor 24 Jahren etwas begonnen, was jetzt mit der Meisterschaft endet“, sagte Daum zum Triumph seines Ex-Klubs.

Neben Köln, Stuttgart und Leverkusen hatte Daum in der Bundesliga auch Eintracht Frankfurt trainiert. „Der deutsche Fußball verliert einen großen Trainer und eine ganz besondere Persönlichkeit. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen“, teilte die SGE via X mit.

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