Guirassy-Mania und Energieleistung von den Rängen: Was bei VfB gegen Darmstadt aufgefallen ist

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Von: David Frey

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Der VfB Stuttgart hat mit 3:1 gegen Darmstadt 98 gewonnen und grüßt von der Tabellenspitze. BW24 hat im Stadion den Blick auf die Fans und den Spieler des Spiels, Serhou Guirassy, geworfen.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart war zumindest vorübergehend Tabellenführer und steht aktuell auf einem mehr als respektablen zweiten Platz. Die Schwaben bezwangen zum Auftakt des 5. Bundesliga-Spieltags (22. September) Darmstadt 98 mit 3:1 und standen mit nun 12 Punkten an der Spitze. BW24 war in der MHPArena und hat die Fans und den Matchwinner genau beobachtet.

1. Die Fans: Champions League würdige Stimmung zur Primetime

An Unterstützung durch die eigenen Anhänger mangelt es dem VfB weder bei Heimspielen noch auswärts bekanntlich selten. Und zur Primetime am Freitagabend ließen sich vor allem die Ultras in der Cannstatter Kurve nicht zweimal bitten. Das ganze Spiel über peitschten sie die Mannschaft in den Brustring-Trikots nach vorne.

Besonders bemerkenswert: Nach dem unglücklichen Eigentor durch Dan-Axel Zagadou in der 17. Minute war der Support nach dem kurzen Schock sofort wieder da und es dauerte nur fünf Minuten, ehe das Enzo Millot mit seinem Ausgleichstreffer zurückzahlen konnte. Einen kleinen Seitenhieb gegen den DFB gab es nach dem VAR-Entscheid in der 65. Minute, als der Jubel zum vermeintlichen 3:1 schon verebbt war und der Treffer wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde, auch aus der Kurve: „Fußballmafia DFB“, schrien die Ultras.

VfB-Fans gegen Darmstadt 98 in der Cannstatter Kurve.
Die VfB-Fans in der Cannstatter Kurve gaben das ganze Spiel über wieder Vollgas. © IMAGO / Eibner

Außerdem wurden wieder vereinzelt Spruchbänder gezeigt. Auf einem war zu lesen: „Echter Einsatz für den Verein statt falschem Frieden und Scheinharmonie. Rafft euch, ihr Luschen!“ Damit spielten die Fans wohl auf den angeblichen Vorfall nach der Mitgliederversammlung an, als Aufsichtsrat und Präsidiumsmitglied Christian Riethmüller den Vereinsbeirat Rainer Wenninger als „Lusche“ bezeichnet haben soll. Auch „Nein zu Chatkontrolle und Massenüberwachung“ sowie „@Bundesregierung, stellt die Ampel auf Rot! Chatkontrolle stoppen!“, wurde gezeigt.

Nach dem entscheidenden Treffer von Guirassy in der Nachspielzeit gab es dann im gesamten Stadion kein Halten mehr. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ und „Wenn du mich fragst, wer Meister wird“, schallte es von den Rängen. Fast jeder in weiß-roten Trikots sprang auf und ab. Insgesamt eine Champions-League-reife Unterstützung am Neckar.

2. Der Spieler des Spiels: Serhou Guirassy

Serhou Guirassy befindet sich nach wie vor in einer absoluten Überform. Der Stürmer war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt des VfB-Offensivspiels, bereitete das 1:1 von Enzo Millot bärenstark vor, als er den Ball nach einer Stenzel-Flanke festmachte und für den Franzosen auflegte. Für das 2:1 sorgte er in der 32. Minute höchstpersönlich mit einem Traumtreffer, als er den Ball voller Überzeugung von außerhalb des Strafraums ins Eck donnerte. Fast wäre eine weitere Vorlage dazugekommen, doch beim Doppelpass mit Führich stand er knapp im Abseits, was der VAR letztlich entlarvte.

Serhou Guirassy beim Spiel VfB Stuttgart gegen Darmstadt 98.
Serhou Guirassy zeigte auch gegen Darmstadt, in was für einer Überform er sich derzeit befindet. © IMAGO / Sportfoto Rudel

Den perfekten Schlusspunkt setzte der Guineer dann in der Nachspielzeit mit einem wunderbaren Heber zum 3:1, der die Partie endgültig entschied. Guirassy hat nach fünf Spielen nun zehn Saisontreffer auf dem Konto – es ist fast beängstigend, mit welcher Selbstverständlichkeit er vor dem Tor agiert.

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