„Weiß jetzt nicht, was schlimmer ist“: Nachbar reagiert auf kuriosen Zettel-Aushang im Treppenhaus

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Von: Diana Serbe

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Hausbewohner haben teils ausgefallene Methoden, sich öffentlich zu streiten. Der Vorschlag eines Berliners stößt allerdings auf Unverständnis.

Berlin – Streitigkeiten mit den Nachbarn gibt es wohl in jedem Ort Deutschlands. Besonders in Großstädten kann das Zusammenleben auf engem Raum manchmal nervtötend sein. In Berlin hat ein Nachbar jetzt sprichwörtlich die Nase voll und einen kuriosen Vorschlag, um das Hausproblem zu lösen.

Zettel im Hausflur: Nachbar beschwert sich über Haustier

Wenn in einem Mietshaus Jung und Alt und auch noch verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, gibt es schon mal Konflikte. Sei es Lärm zur Nachtstunde, offene Haustüren oder Unrat und übergroße Schuhregale im Hausflur. Streitigkeiten werden statt im persönlichen Gespräch gerne mal über Zettel ausgetragen. Wie ein Netzfundstück aus Berlin zeigt, sind die Lösungsvorschläge nicht immer so hilfreich, wie der Absender denkt.

Ein Nachbar aus dem Stadtteil Reinickendorf empörte sich über die Spuren eines Haustiers. Wenn sich Tierhaare in rauen Mengen sammeln, gibt es einen Waschtipp. In diesem Fall geht es allerdings um die Hinterlassenschaften, weshalb der Zettelschreiber deren Halter anspricht: „An die Hundebesitzer, die es seit einigen Wochen nicht rechtzeitig schaffen, Gassi zu gehen“, ist im Zettel von „Notes of Berlin“ auf Instagram zu lesen. „Verdecken Sie wenigstens den Urin.“

Hund uriniert im Hausflur, betroffene Halter geben Tipps

Dieser Vorschlag verursacht bei der Netzgemeinde Fragen. „Weiß jetzt nicht, was schlimmer ist“, kommentiert ein Nutzer unter dem Beitrag. „Abdecken? Also ich kehre meine Pipi immer unter den Teppich“, scherzt ein anderer. Wie sich herausstellt, kennen einige Hundehalter das Problem. Weil ihr Hund inkontinent sei und seinen Urin nicht halten könne, würden sie ihm sogar in der Wohnung eine Windel anziehen, um Hinterlassenschaften zu vermeiden.

„Papier und feuchte Tücher sind Standardgepäck, wenn man einen alten Hund hat“, so die Empfehlung eines Instagram-Followers. Am Ende des Zettels informiert der unbekannte Absender auch noch darüber, dass bereits eine schriftliche Beschwerde an die Hausverwaltung gesendet wurde. Fragt sich, ob die den Verursacher bei mehreren Hundehaltern im Haus ausmachen kann und welche Konsequenzen dem Mieter drohen.

Junger Mops pinkelt auf einer Wiese
Als könnte er kein Wässerchen trüben – Hundeurin kann auch auf dem Rasen sehr unschöne Flecken hinterlassen. © blickwinkel/Imago

Die Rechtslage verschont den Hundehalter. Zwar ist es keine gute Etikette, den Hundeurin nicht zu beseitigen. Gerade im Hinblick auf Hygiene und Rutschgefahr sollten die Mieter hier aufeinander Rücksicht nehmen. Allerdings zeigt ein Urteil aus der Vergangenheit, dass die fristlose Kündigung eines Mieters wegen seines Haustiers nur dann zulässig ist, wenn die Mitmieter wesentlich beeinträchtigt werden und der Hausfrieden nachhaltig gestört wird.

Hundekot im öffentlichen Raum wird durchaus geahndet. Werden Halter dabei erwischt, wie sie ihn beim Spaziergang einfach liegen lassen, kann das je nach Bundesland zwischen zehn und 150 Euro kosten. In Dresden drohte ein Anwohner sogar mit dem DNA-Test eines Hundehaufens, um den Halter ausfindig zu machen. (diase)

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