Steigende Heizkosten: Tipps, wie Sie Kosten und Energieverbrauch reduzieren können
Uns auf Google folgenHeizen bleibt teuer. Aber es gibt Wege, die Kosten zu verringern. Welche Sparmaßnahmen es gibt und welchen Fehler Sie besser vermeiden sollten.
Kassel – Die Heizsaison ist im vollen Gange, doch nicht wenige Haushalte haben mit einer Heizkostennachzahlung aus dem vergangenen Jahr zu kämpfen. Laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Energiedienstleisters ista, muss fast jeder Zweite nachzahlen – warum es sich lohnt, ihre Heizkostenabrechnung zu überprüfen.
„Viele Mieterinnen und Mieter werden für die Heizung ihrer Wohnung mehr zahlen müssen als je zuvor. Das sind weder Prognosen noch Schätzungen, sondern reale Daten aus tatsächlichen Abrechnungen“, sagt ista-CEO Hagen Lessing. Um hohe Heizkostenrechnungen zu umgehen, können Verbraucher Experten zufolge mit einfachen Tipps und den richtigen Verhaltensänderungen den Energieverbrauch reduzieren, ohne auf den Wärmekomfort verzichten zu müssen.
Effizient Heizen: Mit diesen Tipps lassen sich Heizkosten reduzieren
Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes können 90 Prozent aller Haushalte Heizkosten sparen. Produkte wie Smart-Home-Anwendungen und smarte Mess-Systeme können dabei helfen, Energie effizient zu nutzen. So empfiehlt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online Mietern unter anderem programmierbare Heizkörperthermostate. Diese können viel Energie einsparen, weil sich die Heizung bei gewünschter Temperatur automatisch abschaltet.

Doch Heizen hilft wenig, wenn ein Teil der Wärme durch undichte Fenster und Türen entweicht. Um den Wärmeverlust in der Wohnung möglichst gering zu halten, kann auf ein kostengünstiges Verpackungsmaterial zurückgegriffen werden.
Auch beim Lüften und Heizen kommt es auf die richtige Balance an. Beim Lüften gilt im Winter die wichtige Regel: Statt das Fenster auf Kipp zu stellen, besser fünf bis zehn Minuten stoßlüften. Dabei sollten während des Lüftens alle Heizkörper in den betreffenden Räumen ausgeschaltet werden. Statt die Heizung bei Abwesenheit ganz abzuschalten, ist es wichtig, eine moderate Temperatur zu halten.
Um Frostschäden an Heizsystemen und Wasserrohren im Winter zu vermeiden, sollten einige Maßnahmen frühzeitig ergriffen werden.
Heizen im Winter: Ein simpler Trick steigert die Wärmeleistung
Eine weitere effiziente Maßnahme zur Reduzierung der Heizkosten ist, wie Futurezone.de berichtet, das Freiräumen der Fensterbänke, die sich oberhalb der Heizkörper befinden. Denn Dekoration wie Vasen und Pflanzen blockieren den Luftstrom, weshalb sich die Wärme nicht gleichmäßig verteilen kann. Das habe zur Folge, dass „mehr Energie benötigt wird, um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu bringen“.
Einer der häufigsten Fehler, die Mieter außerdem machen, sei das Verdecken von Heizkörpern, schreibt Minol.de. „Wenn Heizkörper mit schweren Vorhängen, Möbeln oder Heizkörperverkleidungen verdeckt werden, kann die Wärme nicht ungehindert in den Raum gelangen, da der freie Luftstrom blockiert ist. Die Wärme staut sich hinter diesen Hindernissen, wird verstärkt durch die Außenwand abgeführt und gelangt nur schlecht in den Raum“, erklärt der Servicedienstleister weiter.
Ein weiteres Problem, das durch mangelnde Luftzirkulation entstehen kann, ist die Schimmelbildung. Da die Luft nicht ideal zirkulieren kann, setzt sie sich an den Fensterscheiben ab. Dadurch bildet sich Kondenswasser, was Schimmel begünstigt.
Heizung entlüften – Warum das sinnvoll ist
Laut dem Verbraucherportal Bayern ist zudem das Entlüften der Heizkörper ratsam. Denn durch das Entlüften können bis zu 15 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Wenn der Heizkörper gluckert oder sich nur langsam erwärmt, sind das Anzeichen dafür, dass sich Luft in der Heizung befindet.
Es gibt auch andere Möglichkeiten zu heizen, wie etwa mit Brennholz – doch kürzlich warnten Verbraucherschützer vor einer dreisten Betrugsmasche zur Heizsaison. (vw)