Schmutzige Haarbürste erhöht Pilz-Gefahr – dieses Wundermittel sorgt für Sauberkeit
Uns auf Google folgenWenn eine Haarbürste nicht ständig gereinigt wird, können sich Bakterien und Pilze vermehren. Wie oft Sie die Bürste säubern sollten und was dabei hilft.
München – Ob kurz oder lang, fein oder lockig – je nach Haarpracht gibt es jeweils andere Haarpflegemittel, aber auch die richtige Haarbürste. Diese ist für die Haarpflege-Routine genauso wichtig wie Shampoo, Conditioner & Co. Welche Leave-In-Haarspülung-Sprays wirklich mit wertvollen Inhaltsstoffen nähren, pflegen und schützen, hatte Stiftung Warentest neulich getestet.
Obwohl das tägliche Bürsten die Haare vor Schäden schützt, denken die wenigsten daran, dass auch die Haarbürste selbst eine Pflege braucht. Eine schmutzige Bürste gefährdet nämlich nicht nur die Gesundheit der Haare, es ist auch aus hygienischen Gründen mehr als ratsam sie häufiger zu reinigen.

Bakterien und Pilze vermeiden: So oft sollte die Haarbürste gereinigt werden
Von der Rundbürste über die Skelettbürste bis hin zum Tangle-Teezer – tagtäglich bürsten wir uns die Haare. Dabei sammeln sich meist Staub, Schmutzpartikel, Hautschuppen, Rückstände von Stylingprodukten, natürliche Fette und lose Haare zwischen den Borsten, erklärt bunte.de.
Entfernt man für einen längeren Zeitraum die Rückstände nicht, schaffen sie einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze. Damit es aber erst gar nicht zu Kopfhautproblemen kommen kann, empfiehlt das Lifestyle-Portal stylebook.de, die Haarbürste „ein- bis zweimal im Monat zu reinigen“. Werden oft Haarstyling-Produkte wie Haarspray, Gel oder Wachs verwendet, lohne sich eine häufigere Reinigung.
Haarbürste reinigen: Das Wundermittel aus Wasser, Backpulver und Shampoo
Mit diesem Wundermittel reinigen Sie die Haarbürste gründlich und effektiv:
- Entfernen Sie vor der Reinigung zunächst die Haare aus der Bürste. Eine Pinzette oder kleine Schere können dabei nützlich sein.
- Legen Sie die Bürste mit den Borsten nach unten in ein Wasserbad. Geben Sie eine kleine Menge Shampoo oder Spülmittel sowie etwas Backpulver dazu.
- Danach lassen Sie die Haarbürste etwa zwei Stunden darin liegen und spülen es im Anschluss mit kaltem Wasser ab.
- Zwischenräume können beispielsweise mit einer Zahnbürste gesäubert werden.
- Legen Sie die Haarbürste zum Trocknen am besten auf ein fusselfreies Tuch. Keinesfalls auf die Heizung oder föhnen – das kann die Borsten beschädigen.
Backpulver ist ein hervorragender Schmutzlöser. Denn der wichtigste Bestandteil, der Backpulver zum unabdingbaren Hausmittel macht, ist das enthaltene Natron. Wenn Backpulver mit Wasser in Berührung kommt, reagieren das Natron und die Säure miteinander, sodass Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird. Auch hartnäckig haftende Verkrustungen und eingebrannte Stellen im Ofen lassen sich mit Backpulver mühelos entfernen.
Rasierschaum hilft besonders effektiv gegen Rückstände von Haarspray
Wer wenig Zeit hat, kann zum Reinigen der Haarbürste laut dem Lifestyle-Portal auch Rasierschaum verwenden. Hierfür die Kunststoffbürste mit Rasierschaum einsprühen und etwa fünfzehn Minuten einwirken lassen. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen und zum Trocknen legen. Vor allem Rückstände von Haarspray lassen sich mit Rasierschaum leicht entfernen.
Vorsicht: Ist die Haarbürste aus Holz sollte die Bürste nicht länger als fünfzehn Minuten im Wasserbad sein, da sonst das Holz angegriffen werden könnte. Außerdem sollte besser zu einem „milden Shampoo ohne Silikone“ gegriffen werden.
Schmutzige Haarbürste wird schnell zur Keimschleuder
Eine Pilzinfektion der Kopfhaut kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Dieser ist hochansteckend und kann wie das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs informiert, beispielsweise über Tiere, Mensch zu Mensch, aber auch über Gebrauchsgegenstände wie Haarbürsten, Handtücher, Autositze, Kuscheltiere übertragen werden.
Der sogenannte Kopfhaut-Pilz ist weit verbreitet und steht für die „Pilzerkrankung der behaarten Kopfhaut, der Augenbrauen und der Wimpern“. Eine Pilzinfektion der Kopfhaut kann laut gesundheit.gv.at, folgende unangenehme Symptome verursachen:
- Starkes Jucken der Kopfhaut
- Vermehrte Schuppenbildung
- Rötungen und Entzündungen
- Fettige Haare
- Haarausfall
Im Juli hatte sich ein hochansteckender Hautpilz deutschlandweit ausgebreitet – wegen mangelnder Hygiene-Standards in Friseursalons und Barber-Shops. (vw)