Produkt hat eigentlich gesunde Wirkung: Hersteller mit Rückruf – es drohen schwere Symptome
Uns auf Google folgenEin Unternehmen hat einen Rückruf gestartet – und warnt vor einer möglichen Belastung mit Salmonellen. Normalerweise soll das Produkt der Gesundheit helfen.
Hamm – Die Firma Aheco African food & Cosmetics hat einen Rückruf gestartet. Betroffen sind getrocknete Bitterblätter des Herstellers. Bei einer Kontrolle wurden Salmonellen nachgewiesen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung laut lebensmittelwarnung.de berichtet. Es drohen gesundheitliche Risiken, besonders für Risikogruppen. Betroffen ist folgendes Produkt:
- Produktname: Bitterleaf Dry Leaves - Bigi Mama
- Verpackungsgröße: 10 x 25 Gramm
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 01.07.2025
- Chargennummer: 110723
Das Unternehmen warnt aufgrund der Salmonellen vor dem Verzehr des betroffenen Produktes. Alle anderen Verfallsdaten und Chargennummern sind laut Hersteller unbedenklich zum Verzehr geeignet. Das Produkt wird mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen bundesweit verkauft. Derweil kommt es in Österreich bei Rewe und Spar zu einem großflächigen Rückruf.

Wer eines der betroffenen Produkte bereits erworben hat, soll laut Hersteller ein Foto von der Chargennummer und dem Mindesthaltbarkeitsdatum machen. Dieses Fotos sollen Kunden mit Namen, Adresse, Telefonnummer und IBAN an quality@aheco.nl senden, um eine Rückerstattung zu erhalten. Auch ein beliebtes Gewürz wird derzeit zurückgerufen.
Salmonellen in Lebensmitteln – so zeigt sich eine Erkrankung
Laut Robert Koch-Institut (RKI) gehören Salmonellen zu den häufigsten Erregern bakterieller Durchfallerkrankungen in Deutschland. Die Infektion erfolgt hauptsächlich über kontaminierte Lebensmittel. Nach dem Verzehr salmonellenhaltiger Lebensmittel treten typischerweise innerhalb von 6 bis 72 Stunden Krankheitssymptome auf. Diese äußern sich durch plötzlich einsetzenden Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber.
Bei gesunden Erwachsenen klingen die Beschwerden meist nach einigen Tagen von selbst wieder ab, jedoch können bei Risikogruppen wie Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem schwerwiegendere Verläufe auftreten.
In seltenen Fällen können Salmonellen auch in die Blutbahn gelangen und lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Sepsis verursachen. Bei Verdacht auf eine Salmonelleninfektion mit schweren oder anhaltenden Symptomen sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bitterblätter im Rückruf – sie gelten eigentlich als medizinisch wirkungsvoll
Bitterblätter (Vernonia amygdalina) finden in der traditionellen afrikanischen Medizin seit Jahrhunderten Anwendung für therapeutische Eigenschaften. Laut einer Studie, die im National Library of Medicine veröffentlicht wurde, enthalten Bitterblätter bioaktive Verbindungen wie sogenannte Sesquiterpenlactone, Steroide und Flavonoide, die für ihre gesundheitlichen Wirkungen verantwortlich sind.
Demzufolge zeigen die Blätter nachweislich anti-diabetische Eigenschaften, da sie den Blutzuckerspiegel senken. Zudem schützen ihre antioxidativen Eigenschaften die Zellen vor Stress und können zur Prävention chronischer Erkrankungen beitragen. Außerdem wird ihnen eine antimikrobielle Aktivität zugeschrieben, sodass sie mit ihrer entzündungshemmenden Wirkung bei der Behandlung von Schmerzen und Entzündungen hilfreich sein können. Forscher haben dazu eine mögliche Anti-Krebs-Eigenschaft beobachtet. Sie kommen auch bei der Behanhldung von Magen-Darm-Beschwerden und Malaria zum Einsatz. (bk)