Lichterketten für zu Hause: Sie leuchten schön – können aber auch gefährlich werden
Uns auf Google folgenIm Herbst und Winter ist wieder Zeit für Lichterketten. Mit ein paar Tipps vom Experten wird das Lichtermeer nicht nur schön, sondern auch sicher.
München – Jetzt ist sie hier, die dunklere Jahreszeit. Abends wird es wieder früher dunkel und allgemein macht sich eher ungemütliches Wetter breit. In vielen Wohnzimmern und auf Balkonen tauchen immer mehr Lichterketten auf. Sie bringen etwas leuchtende Gemütlichkeit ins Dunkle und können auch helfen, dem Winterblues zuvorzukommen. Die kleinen Lichter gibt es mittlerweile in vielen Formen und Farben. Auf einige Dinge sollte man jedoch beim Kauf und Gebrauch trotzdem achten, denn sonst können Lichterketten schnell gefährlich werden.
Leuchtende Lichterketten können auch gefährlich werden
Einen grundsätzlichen Fehler machen viele immer wieder: Sie bringen Lichterketten, die eigentlich für drinnen gedacht sind draußen an. Auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Doch das kann schiefgehen, wie der Elektromeister Richard Schildgen in der WDR-Verbrauchersendung „Servicezeit“, erklärt. Die Lichter für Innen haben nämlich keinen Wasserschutz, im Gegensatz zu Lichterketten, die speziell für draußen hergestellt sind. Bei Regen oder Feuchtigkeit kann das gefährlich werden. Wenn dieses Wasser in die Lichterketten hineinläuft, gibt es laut dem Experten Korrosion und Fehlerströme. „Dann wird die Kette natürlich kaputtgehen. Außenketten sind so konstruiert, dass sie das Wasser abkönnen“, erläutert der Experte. Für draußen gibt es übrigens auch solarbetriebene Lampen. Die sind sicher und sparen gleichzeitig auch noch Geld.

Aber auch bei Lichterketten für innen, gibt es Dinge zu beachten. Viele nutzen dort Mehrfachsteckdosen. Mit ihnen können Geräte mit einem Klick ein- und ausgeschaltet werden und unnötiger Stromverbrauch im Stand-by-Modus wird vermieden. Das ist auch unproblematisch, da die modernen LED-Lichterketten viel weniger Leistung haben als die Glühlampen, die es früher hab. Nur beim Verlängern von Mehrfachsteckdosen mit anderen Mehrfachsteckdosen sollte man vorsichtig sein. Auf den meisten Produkten ist ein Warnhinweis abgedruckt, genau das nicht zu tun. Und auch der Elektromeister betont, es gebe bei der Nutzung von mehreren Mehrfachsteckdosen Vorgaben einzuhalten. Denn: „Bei 17 Meter Kabellänge ist Schluss, dann wird es gefährlich“, so der Experte.
Von Stiftung Warentest empfohlen
Die Experten von Stiftung Warentest empfehlen die Idena 80er (werblicher Link) in der Kategorie LED Lichterkette. Empfehlenswert mit der Testnote „Gut“ ist außerdem die LED Außenlichterkette von Logo (werblicher Link) mit 80 warm-weiße LEDs.
Einzelne Lichter können nur schwierig ausgetauscht werden
Was aber, wenn einzelne Lichter kaputtgehen? Früher war es meist kein Problem, Ersatzteile zu finden und die Lichter dann einfach auszutauschen. Das ist auch weiterhin wichtig, sollte man noch ein solch älteres Model besitzen, um Brandgefahr zu vermeiden. Mit den modernen Lichterketten ist das Austauschen schwieriger. Denn die sind anders zusammengeschweißt und verarbeitet. Eine moderne Lichterkette, an denen mehrere Lichter kaputtgegangen sind, sollten lieber aussortiert werden.
Den Grund liefert der Elektromeister in der WDR-Verbrauchersendung gleich mit: „Die einzelnen Birnchen dienen als Spannungsteile. Je mehr Birnchen kaputtgehen, umso mehr Spannung bleibt für die verbleibenden Birnchen über. Die bekommen dann alle Überspannung und gehen sukzessive kaputt“, erklärt er. Alleine leuchten lassen sollte man diese dann nicht, denn es könne sein, dass der Trafo überlastet. Der könne dann warm werden und es könne zu einem Brand kommen. Also lieber austauschen, rät der Experte.
Auch die Kennzeichnung bei Lichterketten entscheidend
Außerdem sollte man beim Kauf auch darauf achten, dass die Qualität stimmt. Die erkennt man an der richtigen Kennzeichnung. Auf der Verpackung sollte das sogenannte VDE-Kennzeichen oder das GS-Siegel zu finden sein. Die bestätigen die Sicherheit des Produktes und zeigen auf, dass sie den europäischen Normen entsprechen.
Mit all diesen Tipps kann die Herbst- und Winterbeleuchtung kaum schiefgehen. Nützlich ist aber auch, den Stromverbrauch der Lichterketten nochmal zu prüfen. Hier lohnt es sich, auf möglichst energiesparende Lichterketten zurückzugreifen. (alm)