Betrugsmaschen bedrohen Sparkasse-Kunden – eindringliche Warnung vor zwei Fallen
Uns auf Google folgenKunden der Sparkasse müssen sich in Acht nehmen. Zwei dreiste Betrugsmaschen sind im Umlauf. Ein folgenschwerer Datenraub ist das Ziel der Betrüger.
München – Die neue Welle der Betrugsmasche Phishing macht auch vor Sparkassen-Kunden nicht Halt. Die Vorgehensweise der Betrüger ist dabei so simpel wie dreist. Viele Betroffene erreichen dieser Tage realitätsnahe Briefe oder E-Mails, in denen sie die Betrüger quasi zur Offenlegung persönlicher Daten nötigen. Dabei greifen die Verbrecher unter anderem Online-Bankdaten ab und erhalten im schlimmsten Fall sogar den kompletten Zugriff auf das Guthaben ihrer Opfer.
Aktuell (Stand: 8. Juli) sind gleich zwei Varianten betrügerischer Briefe im Namen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands im Umlauf. Darüber informieren die Sparkassen auf ihrer Homepage.
Betrugsmaschen bedrohen Sparkassen-Kunden – eindringliche Warnung vor zwei Fallen
In einem betrügerischen Brief heißt es, dass die Sparkasse aufgrund EU-Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche dazu verpflichtet sei, persönliche Kundendaten zu überprüfen. Und das sehr schnell. Ansonsten könnten die Betroffenen ihren Online-Banking-Zugang nicht mehr wie gewohnt nutzen.
Um die persönlichen Daten zu bestätigen, muss der Betroffene einen QR-Code scannen. Der führt den User allerdings auf eine klassische Phishing-Seite, auf der sich der Benutzer „nackt“ macht. Persönliche Daten, die Nummer der Kreditkarte und der Online-Banking-Zugang: All das ist dann ein gefundenes Fressen für die Betrüger.

Telefon-Taktik: Sparkassen-Kunden sollen verschiedenste Überweisungen tätigen
Des Weiteren gehen gefälschte E-Mails mit dem Betreff „wichtige Mitteilung“ oder „neue Nachricht“ um. Der Empfänger wird auch hier – diesmal unter dem Vorwand einer ablaufenden „pushTAN“ – dazu aufgefordert, eine Phishing-Seite zu besuchen. Sollte die geforderte Reaktivierung der TAN-Registrierung nicht rasch erfolgen, sei das Online-Banking für ihn nicht mehr möglich.
In beiden Fällen zielen die Betrüger darauf ab, die gewonnen Daten missbrauchen zu können. Zum Beispiel, „um Kunden im Namen von deren Sparkasse anzurufen“, wie die Sparkassen mitteilen. Am Telefon würden die Kunden dann so bearbeitet, dass sie alle möglichen Überweisungen tätigen oder freigeben.
Die Sparkasse bittet Kunden eindringlich darum, keine Daten auf den Phishing-Seiten einzugeben. Falls dies schon geschehen sei, sollten sich die Betroffenen umgehend bei ihrer Sparkasse melden. Doch nicht nur Sparkassen-Kunden sind Phishing-Versuchen ausgesetzt, auch im Umfeld von Netflix und Amazon treiben die Betrüger neuerdings vermehrt ihr Unwesen. (pls)