Amazon-Änderung gilt ab sofort: Eine Gruppe zahlt für Prime nun weniger

Aktualisiert:

Von: Karolin Schaefer

Uns auf Google folgen

Bedeutende Änderung bei Amazon: Der Konzern halbiert den Preis für ein beliebtes Angebot. Das gilt allerdings nicht für alle.

Hamm – Die Gen Z steht im Fokus: Der Onlineversandhändler Amazon intensiviert seine Bemühungen, junge Konsumenten langfristig an sich zu binden. Mit einer deutlichen Preisreduktion für seine Prime-Mitgliedschaft zielt der Konzern nun gezielt auf junge Erwachsene.

Amazon-Änderung gilt ab sofort: Eine Gruppe zahlt für Prime nun weniger

Während reguläre Kunden weiterhin 8,99 Euro pro Monat beziehungsweise 89,90 Euro jährlich entrichten müssen, gibt es jetzt weitere Ausnahmen: Für Erwachsene zwischen 18 und 22 Jahren reduziert Amazon den Preis auf die Hälfte, gibt der Konzern in einer Mitteilung bekannt. Konkret bedeutet dies: für die Mitgliedschaft werden ab sofort 4,49 Euro pro Monat oder 44,90 Euro pro Jahr fällig.

Abo-VariantePreis
Prime von 18-22 Jahren4,49 Euro monatlich/44,90 Euro jährlich
Prime Student4,49 Euro monatlich/44,90 Euro jährlich
Prime regulär8,99 Euro monatlich/89,90 Euro jährlich

Damit soll die Mitgliedschaft attraktiver für die jüngere Generation werden. „Mit der vergünstigten Prime-Mitgliedschaft für 18- bis 22-Jährige machen wir die vielfältigen Vorteile von Prime für sie nun noch erschwinglicher – unabhängig davon, ob sie noch zur Schule gehen, sich gerade beruflich orientieren oder in der Ausbildung sind“, erklärt Rocco Bräuniger, Country Manager von Amazon in Deutschland. Diese Vergünstigung stand bisher ausschließlich Personen in Ausbildung oder Studium zur Verfügung.

Vergünstigung für Amazon-Kunden gilt ab sofort: Aber nicht alle profitieren davon

Wer die Altersvoraussetzungen erfüllt und somit berechtigt ist, kann unabhängig von seinem Ausbildungsstatus eine vergünstigte Mitgliedschaft abschließen. Zusätzlich gibt es eine sechsmonatige, gratis Probemitgliedschaft. Mit einem entsprechenden Nachweis können Studierende und Auszubildende nach wie vor bis zu fünf Jahre lang von der vergünstigten Mitgliedschaft profitieren. Alle anderen zahlen den normalen Preis. Derweil sollten Amazon-Kunden einen gravierenden Fehler vermeiden.

Für Amazon-Kunden gibt es ein neues Abo-Modell.
Für Amazon-Kunden gibt es ein neues Abo-Modell. © Markus Mainka/imago

Der Haken im Vergleich zum regulären Abo: Die Prime-Angebote wie Streaming, Gratisversand und Amazon Music können nicht innerhalb eines Haushaltes geteilt werden. Das ist nur im regulären Abo möglich. Darüber hinaus gibt es bei Prime Video seit vergangenem Jahr Werbung vor und während Filmen sowie Serien. Wer keine Unterbrechungen wünscht, muss 2,99 Euro pro Monat zusätzlich zahlen. Dagegen stellte Amazon erst kürzlich seine beliebte Prime-Versandoption ein.

Obwohl sich Amazon zu den wichtigsten Onlineversandhändlern weltweit entwickelt hat, gibt es immer wieder Kritik am Konzern. Der Hans-Böckler-Stiftung zufolge hat der Gigant umfassende digitale Überwachungssysteme eingeführt, um seine Beschäftigten in Lagern und Lieferzentren zu kontrollieren. Dabei werden Arbeitszeiten, das Fahrverhalten und die Nutzung des Telefons in Echtzeit dokumentiert. Auch in Sachen Nachhaltigkeit gibt es Kritik: Eine Greenpeace-Untersuchung hat mittels GPS-Trackern eine Verbindung zwischen der Abholzung europäischer Urwälder und der Kartonproduktion für Online-Händler wie Amazon nachgewiesen. (kas)

Kommentare

$Teilen