Das steckt hinter Andrea Sawatzkis Idee zu „Familie Bundschuh“: „Musste mich zur Wehr setzen“

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Andrea Sawatzki erdachte die beliebte „Familie Bundschuh“, in der sie als Mutter Gundula auftritt. Kürzlich hat sie berichtet, was den Anstoß für diese Idee gab.

Berlin – Mit ihrer Komödien-Reihe „Familie Bundschuh“ feiert Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki (62) große Erfolge. Viele Zuschauer können sich mit Mitgliedern der liebenswert chaotischen Patchwork-Familie identifizieren. Nun hat die Ehefrau von Ex-„Kriminalist“ Christian Berkel (67) verraten, wie sie ursprünglich auf die Idee zu „Familie Bundschuh“ kam.

„Familie Bundschuh“-Erfinderin Andrea Sawatzki (Symbolbild).
„Familie Bundschuh“-Erfinderin Andrea Sawatzki (Symbolbild). © Christoph Hardt/Imago

Wie Andrea Sawatzki im Interview mit dem ZDF verrät, hätte sie, als sie vor über 10 Jahren mit dem Konzept begann, niemals mit einem derartigen Erfolg gerechnet. Sie habe Gundula Bundschuh an ihrem 50. Geburtstag erfunden als sie von allen Seiten unerwünschte Glückwünsche bekommen habe. Sätze wie „Ach Mensch, jetzt werden Sie schon 50!“ oder „Haben Sie denn vor, noch weiterzuarbeiten? Oder wollen Sie jetzt langsam mal kürzertreten?“ hätten sie getroffen, gesteht Sawatzki, die auch bereits die Schauspielbranche kritisierte.

„So ne Kränkung“: Darum erfand Andrea Sawatzki „Familie Bundschuh“

Sie habe gedacht: „Das ist irgendwie so ne Kränkung. Darüber müsste man eigentlich eine Komödie schreiben, eine schwarze Komödie, um sich dagegen irgendwie zur Wehr zu setzen. Gegen diese Stigmatisierung gegenüber uns älteren Frauen.“ Dies sei maßgeblich für die Erfindung von Gundula Bundschuh gewesen, bei der sie eine gewisse Ähnlichkeit zu sich selbst sieht.

Bereits 2023 erwähnte Sawatzki im Interview mit gala.de, dass sie sich ähnlich wie ihre Serien-Rolle auch im wahren Leben damit abgefunden habe, dass im Leben nichts wirklich planbar sei. Bereits in ihrer Kindheit habe ihr Leben mit einem an Alzheimer erkrankten Vater rund um die Uhr neue Überraschungen mit sich gebracht. Da ihre Mutter als Krankenschwester den Lebensunterhalt allein verdienen musste, sei sie für die Pflege zuständig gewesen.

„Bei allen dunklen, fordernden und belastenden Aspekten war diese Zeit für mich im Rückblick auf jeden Fall sehr lehrreich. Heute kann mich so schnell nichts mehr aus der Bahn werfen“, so die Schauspielerin. Dennoch habe sie nach dem Tod ihres Vaters mit Schuldgefühlen zu kämpfen gehabt, da sie sich nach einem leichteren Leben ohne ihn gesehnt habe. Auch die Beziehung zu Andrea Sawatzkis Mutter war nicht unbelastet. Verwendete Quellen: presseportal.zdf.de, gala.de

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