Schlager-Festival am Samstag kurzfristig abgesagt: Jetzt werden die wahren Gründe bekannt

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Von: Armin T. Linder

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Mit einer nebulösen Begründung wurde ein Schlager-Event am Wochenende kurzfristig abgesagt. Inzwischen sind die genauen Hintergründe klar.

Unser Artikel vom 28. August: Der Ruhrpott sollte ein weiteres Schlager-Festival bekommen. Dort sind Events dieser Art sehr beliebt, insofern war es plausibel, für den 29. August in Oberhausen (NRW) den „Schlager-Sommer“ anzusetzen. Angekündigt war vielleicht nicht die allererste Liga des Genres. Aber es standen durchaus namhafte Künstler auf dem Programm: vor allem Jörg Bausch, der immer wieder im „ZDF-Fernsehgarten“ zu Gast ist, außerdem Andreas Lawo und Joel Gutje. Durch weitere Acts wie DSDS-Sieger Davin Herbrüggen wurde das Line-Up sogar kurzfristig noch gestärkt – und mit rund 18 Euro im Vorverkauf waren die Tickets auch alles andere als teuer.

Jörg Bausch tritt immer wieder vor großem Publikum in Oberhausen auf, dieses Foto entstand 2024.
Jörg Bausch tritt immer wieder vor großem Publikum in Oberhausen auf, dieses Foto entstand 2024. © Funke Foto Services / Imago

Doch sowohl die Künstler als auch die Kartenkäufer können sich am Samstag nun etwas anderes vornehmen: Am Mittwoch – und damit drei Tage vorm Event – gab Veranstalter Chris Höppner die Absage bekannt. Die Gründe klingen bei Instagram nebulös. „Aufgrund organisatorischer und persönlicher Gründe haben wir uns nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, die Veranstaltung abzusagen“, schreibt Höppner. „Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen – gerade weil bereits viel Herzblut, Zeit und Vorfreude in die Planungen geflossen sind.“

„Schlager-Sommer“ in Oberhausen abgesagt: Vorverkauf zu niedrig, Wetterprognose zu schlecht

Organisatorische und persönliche Gründe? Das kann alles bedeuten. Doch via WAZ zeigt sich Chris Höppner weitaus offener und räumt ein: Es wurden im Vorfeld schlicht nicht genügend Karten verkauft – und die Wetteraussichten in NRW ließen befürchten, dass nicht so viele Kurzentschlossene dazukommen. Höppner: „Konzertbesucher kaufen ihre Tickets immer später. Das spüren Veranstalter seit der Corona-Pandemie. Zu dieser Zeit gab es viele Konzertabsagen. Das haben Gäste oft noch im Kopf. Für das Wochenende gibt es nun aber keine guten Wetterprognosen. Das ist schlecht für die Abendkasse. Der letzte Run auf die Tickets ist leider ausgeblieben.“

Wer ein Ticket gekauft hat, sei bereits über die Anbieter informiert worden. Höppner ist betrübt über die Absage. „Leider geht es nicht anders“, erklärt er, und: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir führen seit 13 Jahren verlässlich Veranstaltungen durch. Aber hier hatten wir keine andere Wahl.“

Bei Facebook berichten Besucher, dass sie tatsächlich per E-Mail über die Absage in Kenntnis gesetzt worden seien. Es wird zwar Kritik formuliert am Veranstalter, er erhält aber auch Zuspruch: „Kopf hoch! Kommen wieder hoffentlich bessere Zeiten“, heißt es bei Instagram. Oder auch: „Oha. Nicht, dass ich ein Schlagerfreund wäre, ganz bestimmt nicht. Ich kenne es beruflich, was so eine kurzfristige Absage eines großen Events für diejenigen bedeutet, die es geplant hatten. Das wirkt noch lange nach und braucht Zeit zum Verarbeiten. Dafür alles Gute!“ Ein Musiker musste unlängst sogar seine Deutschland-Tour wegen schleppender Verkäufe absagen. (Quellen: WAZ, Instagram, Facebook) (lin)

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