FIFA plant offenbar neue Karten-Regel für die WM 2026

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Von: Christoph Klaucke

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Die FIFA will die Gelbsperren-Regel für die WM 2026 grundlegend ändern. Gelbe Karten sollen erstmals schon nach der Gruppenphase verfallen.

Kurz vor dem Anpfiff der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko plant die FIFA eine bedeutsame Regeländerung, die das Turnier für Spieler und Fans gleichermaßen verändern könnte. Wie die BBC zuerst berichtete und die Deutsche Presse-Agentur bestätigte, sollen Gelbe Karten bei der WM 2026 künftig nicht mehr nur nach dem Viertelfinale verfallen, sondern erstmals auch bereits nach der Gruppenphase gestrichen werden. Damit reagiert der Weltverband auf das neue, deutlich erweiterte Turnierformat.

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Der Hintergrund ist das auf 48 Mannschaften aufgestockte Teilnehmerfeld, das eine zusätzliche K.o.-Runde mit 32 Teams nach sich zieht. Bis ein Team das Viertelfinale erreicht, hat es bereits fünf Partien absolviert – das Risiko, in dieser langen Phase zwei Gelbe Karten zu kassieren und dann in einem entscheidenden Spiel zu fehlen, ist damit erheblich gestiegen.

WM 2026 Gelbsperre: Zwei Phasen statt einer – so soll die neue Regel funktionieren

Statt die Sperrschwelle einfach auf drei Verwarnungen anzuheben, gilt eine Zweiteilung als die fairere Lösung. Demnach müssten Spieler entweder in mindestens zwei der drei Gruppenspiele verwarnt werden oder aber zweimal in der Phase vom Sechzehntelfinale bis einschließlich Viertelfinale, um eine Sperre zu erhalten. Das FIFA-Council tagt dazu am Dienstag (28. April) in Vancouver, wo die Regelung offiziell bestätigt werden soll.

Die Idee, Gelbe Karten an einem bestimmten Turnierpunkt zu streichen, ist nicht neu. Bereits in der Vergangenheit verfallen Verwarnungen nach dem Viertelfinale – eine Konsequenz aus dem berühmten Fall Michael Ballack. Der damalige DFB-Kapitän hatte 2002 im WM-Halbfinale gegen Südkorea die entscheidende Gelbe Karte gesehen und musste im Finale gegen Brasilien gesperrt zusehen.

Dass die Debatte um Gelbsperren gerade Fahrt aufnimmt, ist kein Zufall. Zuletzt hatte Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany, der im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gesperrt fehlt, öffentlich gefordert, die UEFA möge die entsprechende Regelung in der Champions League ebenfalls aufweichen – dort werden Verwarnungen ebenfalls erst nach dem Viertelfinale gestrichen. Sein Wunsch blieb bislang unerfüllt, doch die FIFA scheint nun voranzugehen.

Die neue Regel würde bedeuten, dass Topstars wie Kylian Mbappé, Erling Haaland oder Florian Wirtz mit deutlich weniger Risiko in die K.o.-Runde starten – und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die besten Spieler der Welt auch in den entscheidenden Partien auf dem Platz stehen. Genau das ist es, was sich Fans und Veranstalter gleichermaßen wünschen. (ck)

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