NFL in Frankfurt: Ein Unterschied zum Fußball sticht sofort ins Auge

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Von: Melanie Gottschalk

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Die NFL gastiert in Frankfurt. Was vielen Nicht-Football-Fans dabei auffällt: Die Fanlager sind nicht – wie oftmals im Fußball – voneinander getrennt. 

Frankfurt – Die NFL hat ihr Lager in Frankfurt aufgeschlagen und versetzt eine ganze Stadt in Ekstase. Millionen Menschen hofften auf eines der begehrten Tickets, knapp über 100.000 Menschen haben an zwei Sonntagen die Möglichkeit, die Spiele live im Deutsche Bank Park zu verfolgen. Die erste Partie zwischen den Kansas City Chiefs und den Miami Dolphins war bereits ein voller Erfolg, am Ende gewannen die Chiefs mit 21:14 bei ihrem „Heimspiel“ in der Mainmetropole.

Was schon vor dem Spiel auffiel: Im Stadionrund waren nicht nur Trikots der beiden spielenden Vereine zu finden, jeder trug die Farben seines Lieblingsvereins. Ganz anders als im Fußball.

National Football League (NFL)
Gründung: 1920
Teams: 32
Commissioner: Roger Goodell

Im Fußball werden die Fans der antretenden Mannschaften strikt getrennt

Im Fußball werden die Fans der beiden antretenden Mannschaften meist strikt getrennt. Doch nicht nur das: Als Fan von Borussia Dortmund würde man sich wahrscheinlich kein Spiel des FC Bayern in der Allianz Arena im BVB-Trikot anschauen. Es gibt zwar einige Fan-Freundschaften, die teilweise auch über verschiedene Ligen hinweg bestehen, doch stolz seine Farben tragen – das geht nur im eigenen Stadion oder bei einem Auswärtsspiel seiner Mannschaft.

Ganz anders im Football. Dort kann jeder mit dem Trikot seines Lieblingsteams ins Stadion gehen, egal, ob die Mannschaft an diesem Spieltag dort auch auf dem Platz stehen wird, oder nicht. Und das gilt nicht nur für Frankfurt, auch in den USA ist es absolut nicht ungewöhnlich.

Ob Dolphins, Chiefs oder ein ganz anderer Verein: Bei der NFL darf jeder seine Farben stolz tragen.
Ob Dolphins, Chiefs oder ein ganz anderer Verein: Bei der NFL darf jeder seine Farben stolz tragen. © Marc Schueler/imago

„Football is family“: Fans verbindet die Liebe zum Sport an sich

Die Football-Community ist immer stolz darauf, zu sagen: „Football is family“. Sie verbindet der Sport an sich und nicht so sehr die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Mannschaft. Deshalb sah man auch am Sonntag neben zahlreichen Trikots der Kansas City Chiefs und der Miami Dolphins beispielsweise Fan-Bekleidung der Dallas Cowboys, der Detroit Lions, der Green Bay Packers und viele weitere in der Frankfurter Arena.

Auf den Plätzen im Stadion waren die Fans ebenfalls komplett durchmischt. Party-Schlagersänger Ikke Hüftgold, der mit bürgerlichem Namen Matthias Distel heißt und als Fan-Reporter für RTL bei dem ersten NFL-Spiel in Frankfurt unterwegs war, sagte: „Es gab keine Fankurven, wie man sie aus dem deutschen Fußball kennt.“ Er habe sich vielleicht eine Kansas-City-Fankurve mit Sprechchören gewünscht, die habe es aber nicht gegeben. „Es war familiär, jeder hat mit jedem gefeiert, auch die Kansas-Fans mit den Dolphins.“ (msb)

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