Bayern-Legende Breitner hadert mit Tuchel – und will von Umbruch im Sommer nichts wissen

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Von: Melanie Gottschalk

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Dem FC Bayern droht die erste titellose Saison seit 2011/12. Bayern-Legende Paul Breiter macht vor allem Trainer Thomas Tuchel dafür verantwortlich.

München – Dem FC Bayern droht nach vielen Jahren erstmals eine titellose Saison. 2011/12 war das letztmals der Fall. Nun aber steht die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel zehn Punkte hinter Tabellenführer Bayer Leverkusen in der Liga, im Pokal schieden die Münchner schon früh gegen den 1. FC Saarbrücken aus. In der Champions League ist der Titel noch möglich, im Viertelfinale wartet der FC Arsenal. Der Grund für den Leistungsabfall ist laut Bayern-Legende Paul Breitner auch Tuchel zuzuschreiben.

Paul Breiter benennt Problem beim FC Bayern

In der BR-Talkshow „Ringlstetter“ sagte Breiter auf die Frage, ob die Spieler satt seien und es deshalb kriseln würde: „Nein, überhaupt nicht. Schau dir doch mal den Harry Kane an. Kein Spieler spielt extra schlecht.“ Es gebe beim FC Bayern gerade eine Situation, die vielleicht einige Menschen aus ihrem Beruf kennen würden.

Mit ein bisschen Humor erklärte Breitner in der BR-Talkshow: „Du hast einen Meister, einen Chef, bei dem du, wenn du morgens zur Arbeit fährst, einen dicken Hals kriegst. Aber: Jeder will einen guten Job machen, will gute Leistungen bringen. Ab einem gewissen Moment merkst du gar nicht mehr, dass du es nicht mehr kannst. Du willst und willst und es geht nicht. Das ist für mich das große Problem der letzten Wochen.“

Paul Breiter findet deutliche Worte für Thomas Tuchel.
Paul Breiter findet deutliche Worte für Thomas Tuchel. © Ulrich Gamel/imago

Paul Breiter sieht Umbruch im Sommer kritisch

Einen Umbruch im Sommer brauche es deshalb aber nicht. Denn der FC Bayern habe „einen Kader mit 25 Spielern, von denen 20 internationale Klasse oder sogar Weltklasse sind“, lobte Breiter die Spieler der Münchner. „Nur: wenn du nicht für das sorgst, was eine Mannschaft des FC Bayern in erster Linie braucht, nämlich eine gute Stimmung, dann wird schwer.“

Es sei egal, wie viel die Spieler verdienten, sie wollten immer gute Leistungen bringen. „Niemand will eine Note sechs oder fünf am nächsten Tag in der Zeitung sehen. Sie wollen nie abgewatscht werden“, erklärte Bayern-Legende Breitner.

Im Sommer wird ein neuer Rudermann das Steuer beim FC Bayern übernehmen, die Suche läuft bereits auf Hochtouren. Angeblich soll es bereits erste Gespräche mit Xabi Alonso von Bayer Leverkusen gegeben haben, er gilt als Wunschlösung der Bosse. Doch wer auch immer in der kommenden Saison an der Seitenlinie steht, die „gute Stimmung“, die Paul Breitner fordert, kommt dann ja eventuell ganz von alleine zurück. (msb)

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