Der FC Bayern muss im Sommer Spieler verkaufen
Uns auf Google folgenMax Eberl macht Ernst: Der FC Bayern muss im Sommer Spieler abgeben. Zwei ablösefreie Abgänge stehen bereits fest. Wer könnte gehen?
Es klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist aber eine klare Ansage: Der FC Bayern wird im Sommer Spieler verkaufen müssen. Sportvorstand Max Eberl hat das am Samstagabend im ZDF-Sportstudio nach dem 4:3-Comeback-Sieg in Mainz offen eingeräumt – und dabei keinen Zweifel daran gelassen, dass der Transfersommer 2026 für ihn alles andere als ein Spaziergang wird.

„Ich weiß nicht. Wir werden auch Spieler verkaufen müssen und das ist dann meistens nicht so entspannt. Einkaufen ist leichter als Verkaufen, also die Aufgaben werden schon da sein“, sagte Eberl auf die Frage, ob ihn ein ruhiger Sommer erwarte. Die Planungen laufen bereits. Die auslaufenden Verträge von Leon Goretzka und Raphaël Guerreiro nicht verlängert, Leihspieler Nicolas Jackson wird nicht fest verpflichtet.
Welche Spieler könnte der FC Bayern im Sommer verkaufen?
Auf der anderen Seite konnten Leistungsträger wie Jamal Musiala, Dayot Upamecano und Joshua Kimmich langfristig gebunden werden – kostspielige, aber aus Eberls Sicht strategisch sinnvolle Entscheidungen. „Das sind kostspielige Verlängerungen gewesen, aber wir sind davon überzeugt, dass es am langen Ende günstigere Varianten sind“, betonte er im Sportstudio.
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Damit spielte Eberl auch auf mögliche externe Zugänge wie Newcastle-Star Anthony Gordon an, der dem Vernehmen nach sehr teuer werden könnte. Statt solcher XXL-Investitionen setzt der Rekordmeister lieber auf interne Lösungen und wirtschaftliche Vernunft. „Wir versuchen quasi genau in diesem Komplex, sportlichen Erfolg und Kosten im Auge zu haben, eine Mannschaft zu bauen. Jetzt sind wir so, dass wir nächsten Sommer so sind, dass wir erstmal entspannt auf den Markt gucken können“, erklärte der 52-Jährige.
Doch wer könnte den Verein verlassen? Als möglicher Verkaufskandidat gilt Innenverteidiger Min-jae Kim, dessen Leistungen zuletzt hinter den Erwartungen zurückblieben. Auch Hiroki Ito, der nach seinen beiden Mittelfußbrüchen im Vorjahr noch um seinen Stammplatz kämpft, könnte zur Disposition stehen. Und dann ist da noch Konrad Laimer: Sein Vertrag läuft 2027 aus – kommt es zu keiner Einigung bei den laufenden Verlängerungsgesprächen, dürfte ein Verkauf im Sommer die logische Konsequenz sein, um noch eine Ablöse zu erzielen.
Genau das ist Eberls Kernproblem. Spieler zu verpflichten, die der Verein wirklich will, ist die eine Sache. Spieler loszuwerden, die hohe Gehälter kassieren oder deren Marktwert gesunken ist, eine ganz andere. Der Sportvorstand weiß das – und hat es selten so offen kommuniziert wie an diesem Samstagabend. (ck)