Bayern-Legende kritisiert Uli Hoeneß: „War sicherlich nicht gut“
Uns auf Google folgenBayern-Legende Sepp Maier blickt auf ein turbulentes Jahr beim FC Bayern zurück – und kritisiert Uli Hoeneß für seinen Umgang mit Oliver Kahn nach dessen Entlassung.
München – 2023 lief für den FC Bayern nicht optimal. Die sportlichen Leistungen wurden von einigen Dingen abseits des Platzes überschattet, wie beispielsweise die Entlassungen von Trainer Julian Nagelsmann, Sportvorstand Hasan Salihamidzic und CEO Oliver Kahn. Hinzukamen die Transfer-Misere am Deadline-Day oder die schwere Verletzung von Torhüter Manuel Neuer beim Skifahren Anfang Januar.
Auch Bayern-Legende Sepp Maier empfindet einige Dinge, die bei den Münchnern in diesem Jahr passiert sind, als unglücklich. „Es war insgesamt nicht das Jahr des FC Bayern“, sagte er im Interview mit Sport1.
Legende Sepp Maier blickt emotional auf 2023 beim FC Bayern zurück
Emotional blickt er auf das Jahr des FC Bayern zurück. „Es begann mit der schweren Verletzung von Manuel Neuer, die er sich im Ski-Urlaub zugezogen hatte. Das war natürlich ein Schock. Aber eins ist klar: Manu ist nie ein zu hohes Risiko eingegangen“, sagte er in dem Interview mit Sport1. Er habe aber nie daran gezweifelt, dass Neuer sein Comeback feiern würde – was er Ende Oktober beim 8:0-Heimerfolg gegen Darmstadt 98 tat.
Die Trennung von Trainer Julian Nagelsmann sei „traurig“ gewesen. „Sie kam überraschend, aber vielleicht war es unumgänglich.“ Und auch die Entlassungen von Salihamidzic und Kahn waren Maiers Meinung nach nicht ganz optimal. „Brazzo hat sich für den FC Bayern zerrissen, da bin ich mir sicher. Und vielleicht hat Olli nicht auf den Chefsessel gepasst. Sicher hat er auch alles für den Verein gegeben, denn er hat ein tiefrotes Bayern-Herz“, sagte er im Interview mit Sport1 – und kritisierte Uli Hoeneß für seinen Umgang mit Kahn: „Die Art und Weise, wie Uli hinterher mit Olli abgerechnet hat, war sicherlich nicht gut. Das war wieder Uli in Bestform.“

Sepp Maier glaubt an Meisterschaft des FC Bayern – trotz starker Leverkusener
Sportlich glaubt Maier weiterhin an die Meisterschaft des FC Bayern – auch wenn Bayer Leverkusen am Ende des Jahres an der Spitze der Tabelle steht. „Ich glaube nach wie vor, dass die Bayern am Ende wieder Meister werden, aber so schwer wie in dieser Saison war es schon lange nicht mehr. Thomas Tuchel muss die Spieler im neuen Jahr sofort in die Spur kriegen. Die Bayern dürfen nicht eine Minute schwächeln. Sonst war‘s das mit dem Titel“, sagte er im Interview mit Sport1.
Es gebe aber auch nicht wenige, die Leverkusen den Titel gönnen würden. „Schon alleine wegen Alonso. Dann hätte auch dieses blöde ‚Vizekusen‘ mal ein Ende“, sagte Maier. Die Hoffnung, dass der FC Bayern am Ende ganz oben steht, bleibt aber. (msb)