Popp muss Regenbogen-Binde bei Abschlussspiel tauschen
Uns auf Google folgenEs war ihre Abschiedsvorstellung: Gegen Australien schloss Alexandra Popp ihre Zeit in der Nationalmannschaft ab. Ein merkwürdiger Augenblick ereignete sich dabei.
Duisburg – Es war ein emotionaler Abend, als Alexandra Popp ihr letztes Länderspiel für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bestritt. Doch kurz vor dem Anpfiff kam es zu einem unerwarteten Zwischenfall: Schiedsrichterin Maria Marotta forderte Popp auf, die Regenbogen-Kapitänsbinde abzulegen.
Popp, die bereits mit der Regenbogenbinde auf den Platz gelaufen war, musste sich an der Seitenlinie eine neue Binde in Deutschland-Farben holen. Dieser Moment sorgte für Aufsehen und Diskussionen.
Schiedsrichterin beruft sich auf geltende Regel
Die Schiedsrichterin berief sich offenbar auf eine Regel, die besagt, dass die Kapitänsbinde entweder eine dominante Farbe haben oder in den Landesfarben gestaltet sein soll. Allerdings handelte es sich bei dem Spiel gegen Australien um ein Testspiel außerhalb eines offiziellen Wettbewerbs, was eine Regel-Grauzone darstellt.
Popp sagte nach dem Spiel gegenüber der Bild-Zeitung: „Es wäre schön gewesen, wenn ich die Binde hätte tragen können. Auch, weil sie immer ein Statement von uns war. Mit der Deutschland-Binde zu spielen, hatte auch etwas Schönes. Aber warum es so entschieden wurde, weiß ich nicht.“

Wücks Heimspiel-Premiere misslingt: Deutsche Nationalmannschaft verliert gegen Australien
Das Spiel selbst endete mit einer knappen 1:2-Niederlage gegen Australien. Alexandra Popp wurde in der 15. Minute unter tosendem Applaus ausgewechselt, was den emotionalsten Moment des Abends darstellte. Die 26.633 Zuschauenden erhoben sich von ihren Plätzen, um die langjährige Kapitänin zu verabschieden. Popp übergab die Kapitänsbinde an ihre Nachfolgerin Giulia Gwinn und verließ das Spielfeld, während die Spielerinnen ein Spalier bildeten.
Das Spiel war auch das erste Heimspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Christian Wück. Trotz einer frühen Führung durch Selina Cerci musste sich das Team letztlich den Gästen aus Australien geschlagen geben. Kyra Cooney-Croos und Clare Hunt erzielten die Tore für die Australierinnen. Für Popp war es ein Abend voller Emotionen, nicht nur wegen des Spiels, sondern auch wegen der Bedeutung der Regenbogenbinde, die für sie und ihre Mannschaft stets ein wichtiges Statement war. (msb)