Nach EM-Debakel und Krisengespräch: DFB-Star verlangt Veränderung
Uns auf Google folgenDeutschland erlitt gegen Schweden eine schmerzhafte 1:4-Niederlage. Eine Spielerin fordert, dass sich nach diesem Desaster vieles verbessern muss.
Zürich – Es war eines der bittersten Spiele der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren: Im Endspiel um den Gruppensieg unterlag das Team von Bundestrainer Christian Wück Schweden mit 1:4. Bereits zur Pause lag die DFB-Elf mit 1:3 hinten und spielte nach einer roten Karte für Carlotta Wamser zudem über eine Halbzeit lang in Unterzahl – und das, obwohl man eigentlich gut in die Partie gekommen war und durch Jule Brand für das 1:0 erzielt hatte.
Nach Schweden-Debakel und Krisengespräch: DFB-Star Nüsken pocht auf Veränderung
Das Positive: Deutschland ist trotz der herben Klatsche für das Viertelfinale qualifiziert. Dass sich nach dem Schweden-Debakel im nächsten Spiel etwas ändern muss, das ist aber allen Spielerinnen klar. „Wir haben uns heute Morgen schon zusammengesetzt als Team“, sagte Sjoeke Nüsken am Morgen nach dem Spiel. „Es wird auf jeden Fall Umstellungen geben“, kündigte die Mittelfeldspielerin an.
Auch Laura Freigang wählte nach dem Match deutliche Worte und betonte: „Es ist natürlich ernüchternd. Also so einen Tag würde man am liebsten nicht haben im Verlauf einer Europameisterschaft. Wir haben sieben Tage Zeit, uns vorzubereiten. Die werden wir nutzen.“
Fakt ist: Vor allem an der Abwehrarbeit wird Christian Wück in den kommenden Tagen gemeinsam mit seinen Spielerinnen arbeiten müssen. Denn wie seine Elf am Samstagabend gegen die spielstarken Schwedinnen verteidigte, war zu großen Teilen mehr als naiv.
Am Ende leistete Deutschland keinerlei Gegenwehr mehr
Im ersten Durchgang wurde Deutschland ein ums andere Mal überspielt, und beim 1:4 durch Hurtig leistete die Defensive überhaupt keine Gegenwehr mehr. Wie im Training konnten sich die Skandinavierinnen den Ball im gegnerischen Sechzehner zuspielen und zum Abschluss kommen.

Eine solche Leistung wird sich die deutsche Mannschaft auf diesem Niveau nicht noch einmal leisten können, ansonsten droht bereits im Viertelfinale das Ausscheiden. Das will Wück natürlich verhindern – und betont: „Wir liegen jetzt am Boden, aber wir werden auch wieder aufstehen. Man darf nicht den Fehler machen, jetzt Mannschaftsteile zu beschuldigen oder an den Pranger zu stellen. Wir werden uns schütteln und dann freudig und mit vollem Mut in dieses Viertelfinale gehen. Egal gegen wen.“ (ysl)