„Komm, ich hau ab“: Ballack und Müller mit Wortgefecht nach Bayern-Unentschieden

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Von: Stefan Schmid

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Obwohl die Bayern in Frankfurt nur ein Unentschieden erreichten, ist Thomas Müller nach dem Match gut gelaunt. Er gerät in den Austausch mit Michael Ballack.

Frankfurt – Schon wieder holte der FC Bayern keine drei Punkte. Im dritten Spiel in Folge konnte man jetzt schon keinen Sieg einfahren. Trotzdem bot man spielerisch beim Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt wieder eine überragende Leistung an. Nach dem Spiel ging Thomas Müller bei DAZN mit Michael Ballack auf die Fehlersuche. Wobei Müller am Ende gar nicht mehr zu stoppen war.

Ballack nach Bayern-Unentschieden gegen Frankfurt: „Gewinnt es wieder nicht“

Nach dem 3:3 in Frankfurt sollte es in die Fehleranalyse gehen. Dabei gab es gar nicht so viel auszusetzen an der Leistung des FC Bayern. „Ihr wart gegen Leverkusen die absolut dominante Mannschaft und gewinnt es nicht. Ihr wart gegen Aston Villa die absolut dominante Mannschaft und gewinnt es nicht. Und heute wart ihr wieder die absolut dominante Mannschaft und gewinnt es wieder nicht“, warf Ballack aber einen durchaus kritischen Blick auf die Diskrepanz zwischen Leistung und Ergebnis.

Müller, der schon zuvor keine große Kritik am Auftritt des FC Bayern zuließ, fragte daraufhin: „Und was sollen wir anders machen?“ Die für alle offensichtliche Antwort gab er sich selbst: „Gewinnen.“

Thomas Müller hatte nach dem Unentschieden in Frankfurt sichtlich Spaß am Austausch mit Michael Ballack.
Thomas Müller hatte nach dem Unentschieden in Frankfurt sichtlich Spaß am Austausch mit Michael Ballack. © Screenshot: DAZN

„Lass uns die Sendung doch einfach weitermachen“ – Müller und Ballack übernehmen

Selbstverständlich – und dem widersprach auch Müller bei den Ausführungen Ballacks nicht – war vor dem Last-Minute-Ausgleich durch Frankfurt nicht alles fehlerfrei. So machte Joshua Kimmich die Mitte etwas auf, indem er zum Ball ging. Trotzdem sieht Müller am risikobehafteten System des FC Bayern mehr Gutes als Schlechtes.

Stellvertretend dafür führt Müller seine Großchance aus der 30. Minute an: „Diese Szene, wo ich die riesige Torchance vergebe, diese Bälle, die gewinnen wir ja auch nur, […] weil wir so spielen, wie wir spielen.“ Müller, der sichtlich Spaß am Expertenaustausch mit Ballack hatte, gab aber auch zu, dass man mit dem Ergebnis nicht so zufrieden sein könnte.

Und weil sich Ballack und Müller im gegenseitigen Austausch kaum bremsen konnten und Moderator Daniel Herzog praktisch nicht mehr zu Wort kam, schlug Müller vor, die Sendung doch gleich komplett zu übernehmen: „Komm, lass uns die Sendung doch einfach weitermachen.“

DAZN-Moderator stoppt Müller und Ballack doch noch

Doch obwohl sich Müller und Ballack wohl noch stundenlang über das Spiel austauschen hätten können, schaffte es Herzog dann doch, irgendwann dazwischen zu grätschen. Dabei verwies er auf das Presseteam des FC Bayern, das schon sehnsüchtig auf den Stürmerstar wartete. „Die haben nichts zu sagen, was wollen die denn?“, war dann die klassische Müller-Antwort, der sich dann doch geschlagen gab.

Kurz nach dem „Komm, ich hau’ ab“, griff Müller dann aber noch ein letztes Mal nach. „Sind wir noch Tabellenführer?“, wollte der Stürmer wissen, ehe er schlussendlich doch Ballack und Herzog hinter sich ließ. Ja, die Bayern sind noch Tabellenführer – doch nicht jeder sah den Auftritt der Münchner so entspannt wie Müller. Max Eberl wählte deutlichere Worte zur verspielten Führung. (sch)

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