Boris Becker tritt als Trainer von Tennis-Talent zurück
Uns auf Google folgenNach nur vier Monaten beendet Boris Becker die Zusammenarbeit mit Tennis-Talent Holger Rune – und führt dafür gleich mehrere Gründe an.
München – Tennis-Youngster Holger Rune muss sich einen neuen Trainer suchen. Denn Boris Becker, der den 20-Jährigen seit vier Monaten betreute, hat die Zusammenarbeit beendet.
Boris Becker beendet Zusammenarbeit mit Tennis-Talent Holger Rune
Becker sei klar geworden, dass er dem Weltranglisten-Siebten als Trainer „viel mehr zur Verfügung stehen müsste, als ich kann. Aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen kann ich Holger nicht das geben, was er braucht“, schrieb Becker bei X (ehemals Twitter).
Rune war zuletzt bei den Australian Open schon in der zweiten Runde gescheitert – ohne die direkte Unterstützung von Becker. Der frühere Wimbledonsieger war stattdessen von Deutschland aus für den übertragenden TV-Sender Eurosport als Experte und Co-Kommentator im Einsatz. Er habe aber jeden Tag mit Rune kommuniziert, sagte er später. Der Deutsche Alexander Zverev drang übrigens bis ins Halbfinale vor, dort platzte der Traum vom Finale jedoch.

Becker kehrte nach sieben Jahren ins Trainergeschäft zurück
Erst vor einer Woche hatte Rune bereits die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Roger-Federer-Trainer Severin Lüthi beendet. „Ich habe in den letzten zwölf Monaten viele verschiedene Trainer-Konstellationen ausprobiert. Nachdem ich 15 Jahre lang mit demselben Trainer gearbeitet habe, ist es nicht einfach, den perfekten Partner zu finden“, sagte der Däne in einem Statement der Agentur IMG.
Becker war im Oktober nach knapp sieben Jahren in das Trainergeschäft zurückgekehrt. „Ich wünsche Holger nur das Allerbeste und werde immer sein größter Fan sein. Ich habe diese gemeinsame Reise wirklich genossen“, so Becker weiter.
Nach Becker-Aus: Rune will schon „sehr bald“ Neuigkeiten zu Trainer geben
Rune hatte zu Beginn von Beckers Wirken Rang sechs der Weltrangliste belegt, derzeit ist er die Nummer sieben. Zuletzt hatte er im Halbfinale von Montpellier verletzt aufgeben müssen. Er werde „sehr bald“ Neuigkeiten über seine künftige Trainerstruktur bekannt geben, sagte er.
Als Coach des Grand-Slam-Rekordchampions Novak Djokovic (36) hatte Becker zwischen 2013 und 2016 zahlreiche Erfolge gefeiert und den Serben zurück an die Spitze des ATP-Rankings geführt. (msb/dpa)