Gehaltsranking der DFB-Frauen: Führende Spielerin verdient doppelt so viel wie Gwinn

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Von: Yannic-Sébastien Lacombe

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Im Vergleich zum Männerfußball bleiben die Gehälter im Frauenfußball bescheiden, dennoch sichern sich die DFB-Stars hohe Einkommen. Ein Überblick.

Zürich – Das Thema Spielergehälter kommt im Fußball in regelmäßigen Abständen groß auf – und zwar sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Erst kürzlich wurde etwa die Gehaltsliste des FC Bayern München publik; dort ist der momentan verletzte Offensivmann Jamal Musial mit 25 Millionen Euro absoluter Spitzenverdiener.

Gehaltsliste der DFB-Frauen enthüllt: Ein Star verdient doppelt so viel wie Kapitänin Giulia Gwinn

Von solchen Salären können Fußballspielerinnen trotz des enormen Frauenfußball-Booms der vergangenen Jahre nur träumen. Aber auch beim deutschen Nationalteam, das am kommenden Samstag im EM-Viertelfinale auf Frankreich trifft, verdienen die Kickerinnen durchaus gut.

Laut eines Berichts der Bild wird Mittelfeldspielerin Jule Brand am besten bezahlt. Die Instinkfußballerin, die erst kürzlich ihren Wechsel zum französischen Top-Klub Olympique Lyon bekannt gab, soll im Jahr rund 600.000 Euro verdienen.

Rang zwei im Klassement belegen Sydney Lohmann (Manchester City) und Klara Bühl (FC Bayern) – beide kassieren dem Vernehmen nach rund 300.000 Euro jährlich und liegen damit knapp vor Sjoeke Nüsken vom FC Chelsea, die immerhin noch auf 260.000 Euro kommt.

DFB-Kapitänen Giulia Gwinn verdient rund 250.000 Euro im Jahr

Pikant: Kapitänin Giulia Gwinn, die sich im ersten Gruppenspiel schwer verletzt hatte und für den Rest der EM ausfällt, liegt in der internen Gehaltshierarchie nur auf Platz 5 (250.000 Euro). Auch Bayern-Torjägerin Lea Schüller rangiert mit knapp 180.000 Euro pro Jahr im Mittelfeld.

Giulia Gwinn
Arbeitet bereits an ihrem Comeback: Giulia Gwinn ©  IMAGO / HMB-Media

Wenig überraschend ist hingegen die Tatsache, dass die weniger etablierten Spielerinnen deutlich weniger als die Top-Stars kassieren: Giovanna Hoffmann von RB Leipzig etwa, die erst im vergangenen Jahr ihr Debüt für die Nationalmannschaft gab, muss sich mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 70.000 Euro zufriedengeben.

Dennoch: Der Frauenfußball hat in den vergangenen Jahren deutlich an Relevanz gewonnen – das zeigt auch der Blick auf die gestiegenen Gehälter. Aber wollen die Spielerinnen überhaupt so hoch bezahlt werden wie ihre männlichen Kollegen? Zumindest die Schweizerin Lia Wälti fand dazu in dieser Woche deutliche Worte: „Die Dimensionen anzustreben, die es bei den Männern gibt? Ich weiß nicht, ob wir das wollen“, so die 130-fache Nati-Spielerin. „Ich finde es unmenschlich. Kein Mensch ist so viel wert, wie ein Fußballer verdient. Es gehen auch die Werte verloren oder sind schon verloren gegangen.“(ysl)

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