Vor 25 Jahren: Schumis erster WM-Titel mit Ferrari

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Von: Bianca Garloff

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Vor 25 Jahren holte sich Michael Schumacher seinen ersten WM-Titel mit der Scuderia.

München / Suzuka – Der 8. Oktober 2000 markiert einen Wendepunkt in der Formel-1-Geschichte. An diesem Tag erfüllte sich Michael Schumacher seinen größten Traum – und bescherte Ferrari das, worauf die Tifosi über zwei Jahrzehnte warten mussten: einen Weltmeistertitel.

Weltmeister Michael Schumacher Deutschland Ferrari Siegerpose
Vor 25 Jahren: Michael Schumacher gewinnt seinen ersten WM-Titel mit Ferrari. © IMAGO/HochZwei

Suzuka, kurz nach 16 Uhr Ortszeit. Michael Schumacher rast im Ferrari über die Ziellinie, ballt die Faust, schreit vor Freude in seinen Helm. 43. Grand-Prix-Sieg, aber keiner war so bedeutend wie dieser. Zum ersten Mal seit Jody Scheckters Triumph 1979 krönt sich wieder ein Ferrari-Pilot zum Champion. Ganz Italien steht Kopf, in Maranello brechen alle Dämme.

Schumachers Sekundenkrimi gegen Häkkinen

Schumacher hatte zuvor bereits zwei WM-Titel mit Benetton (1994 und 1995) geholt, doch der ersehnte Coup mit der Scuderia ließ lange auf sich warten. Vier Jahre Aufbauarbeit, viele Rückschläge – jetzt war der Bann endlich gebrochen.

Das Finale in Suzuka war ein echter Krimi. Im Qualifying setzte Schumacher sich mit hauchdünnem Vorsprung von neun Tausendstelsekunden gegen Mika Häkkinen durch. Doch beim Start schlug der Finne zurück und übernahm die Führung. Schumacher blieb unbeeindruckt und heftete sich an die Fersen des McLaren.

In der 40. Runde kam der entscheidende Moment: einsetzender Nieselregen, perfektes Schumi-Wetter. Ferrari zog die Boxenstrategie optimal durch. Nach dem letzten Stopp lag der Deutsche knapp vor Häkkinen – und verteidigte diese Position mit Nerven aus Stahl bis ins Ziel. Rund zwei Sekunden Vorsprung entschieden über den WM-Titel.

Schumacher-Emotionen pur am Funk

Kurz nach der Zielflagge war selbst der kühle Schumi überwältigt: „We did it, we did it! Give Corinna a big kiss from me!“ Über Funk klang er den Tränen nahe. Auf dem Podium umarmte er Teamchef Jean Todt, später im Fahrerlager stieg eine legendäre Ferrari-Feier. Schumi selbst nannte den Kater danach den schlimmsten seines Lebens.

Der Titel war mehr als ein sportlicher Erfolg – er war ein Wendepunkt für Ferrari. Nach bitteren Niederlagen 1997, 1998 und dem Beinbruch 1999 kämpfte sich Schumacher an die Spitze zurück. Am 8. Oktober 2000 stand er dort, wo er immer hinwollte: ganz oben.

In den Folgejahren schrieb er Geschichte: fünf Titel in Serie, sieben insgesamt. Aus dem ehrgeizigen Kerpener wurde eine Legende – und aus Ferrari das Maß aller Dinge. Suzuka 2000 bleibt unvergessen: als der Tag, an dem Michael Schumacher Ferrari erlöst und ein neues Zeitalter eingeläutet hat. Dieser Artikel entstand in Kooperation mit F1-insider.com

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