Verwirrung um Corona-Quarantäne

Corona-Schock beim FC Bayern: So geht es nun für Süle und die anderen FCB-Stars weiter

  • Christoph Klaucke
    VonChristoph Klaucke
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Niklas Süle wurde beim DFB positiv auf das Coronavirus getestet. Mit Kimmich, Gnabry und Musiala mussten weitere Spieler des FC Bayern in Quarantäne.

München/Wolfsburg - Das Coronavirus* ist derzeit nicht zu bremsen und breitet sich in ganz Deutschland aus. Auch der Fußball war in den letzten Wochen stark betroffen. Beim FC Bayern* erwischte es sogar Trainer Julian Nagelsmann, der vier Spiele aus dem Home-Office coachen musste. Jetzt hat das Virus auch vor der deutschen Nationalmannschaft nicht Halt gemacht - mit Konsequenzen für den FC Bayern.

Niklas Süle* ist am Dienstagmorgen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben dem Abwehrmann mussten auch seine Vereinskollegen Joshua Kimmich*, Serge Gnabry* und Jamal Musiala* getrennt die Rückreise nach München antreten und sich in Quarantäne begeben, selbiges gilt für den Salzburger Karim Adeyemi. Die Spieler wurden trotz eines negativen Tests im Rahmen der Kontaktverfolgung als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft und deshalb vom Gesundheitsamt München Land in Quarantäne geschickt.

FC Bayern: Süle positiv auf Corona getestet - mehrere Stars in Quarantäne

Dem FC Bayern droht nun im schlimmsten Fall der Ausfall von vier wichtigen Spielern für das nächste Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg übernächsten Freitag (19.11.). Sollte das Trio um Kimmich, Gnabry und Musiala symptomfrei bleiben, wäre laut Gesundheitsamt allerdings nach sieben Tagen eine Freitestung möglich. Andrerseits hat man im Fall Nagelsmann bereits gesehen, dass ein Freitesten nicht auf Anhieb das gewünschte Ergebnis bringt. Erst nach knapp zwei Wochen konnte der Trainer einen negativen Test vorweisen. Zu allem Überfluss muss auch Eric Maxim Choupo-Moting in Quarantäne, der Kameruner hatte Kontakt mit Süle.

„Die Länge der Quarantäne hängt vom lokalen Gesundheitsamt und den Testungen ab“, erklärte DFB*-Arzt Dr. Tim Meyer auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag. Er könne nicht sagen, ob die abgereisten Nationalspieler bei ihren Klubs erstmal ausfallen. Wiederholt wies er darauf hin, dass im Fall Süle das Gesundheitsamt München Land zuständig sei. Zur Einordnung: Der Innenverteidiger lebt in Grünwald, wenige Kilometer südlich der Stadtgrenze der bayerischen Landeshauptstadt.

Niklas Süle (re.) vom FC Bayern hat sich mit Corona infiziert, Teamkollege Joshua Kimmich muss in Quarantäne.

FC Bayern: Corona-Verwirrung um Quarantäne von Kimmich, Gnabry und Musiala

Die vier genannten Spieler, die in Quarantäne müssen, waren gemeinsam mit Süle im Flugzeug von München Richtung DFB-Quartier aufgebrochen. In dem Flieger befanden sich allerdings noch vier weitere Spieler, nach Sky-Informationen soll es sich dabei unter anderem um die bereits geimpften Manuel Neuer* und Leroy Sané handeln. Thomas Müller und Leon Goretzka seien demnach separat angereist.

Warum Neuer und Sané im Gegensatz zu den Kollegen weiterhin im Kreise der Nationalmannschaft bleiben dürfen, konnte Teamarzt Meyer nicht vollumfänglich klären und verwies auf das zuständige Gesundheitsamt. „Vier weitere Spieler wurden auf Basis der Analyse in Quarantäne geschickt. Vier weitere Spieler werden in den kommenden Tagen weiter getestet. Den Taktstock hatte das Gesundheitsamt des Wohnortes in der Hand, in diesem Fall München Land“, sagte Meyer. Die vier Spieler dürfen bleiben, müssen aber zum Beispiel beim Essen gesondert sitzen und werden zum Training extra gefahren.

Kimmich hat vor etwas mehr als zwei Wochen öffentlich erklärt, dass er ungeimpft ist. Über den Impfstatus der anderen Nationalspieler wollte der DFB keine Angaben machen. Aus Reihen der Politik erhöht sich nun der Impf-Druck auf Kimmich. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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