Division Preview NFC South: Enges Duell um die Krone

Aktualisiert:

Von: Marcel Schwenk

Uns auf Google folgen

Die NFL-Spielzeit 2025 steht unmittelbar bevor, die Zeit für Division Previews ist gekommen. Heute im Fokus: die NFC South.

Berlin – Bis zur neuen NFL-Saison ist es nur noch wenige Tage hin – und damit ist die Zeit langsam reif für die Division Previews. Wir werfen einen Blick in den Süden der USA, schauen uns die NFC South genauer an und beantworten die drei wichtigsten Fragen zur Division: Wer gewinnt? Wer überrascht? Und wer enttäuscht?

Geht mit seinen Buccaneers als Titelverteidiger der NFC South in die NFL-Saison 2025: Quarterback Baker Mayfield.
Geht mit seinen Buccaneers als Titelverteidiger der NFC South in die NFL-Saison 2025: Quarterback Baker Mayfield. © Icon Sportswire / Imago Images

So richtig um den Titel mitspielen werden eigentlich nur zwei Teams: Tampa und Atlanta. Und das kann eine ganz schön knappe Kiste werden. Denn die Falcons-Offense ist mit Spielern wie Bijan Robinson oder Drake London echt gut besetzt. Ob der Pass Rush, in den zwei Erstrundenpicks investiert wurden, Druck auf den gegnerischen Quarterback bekommt? Das bleibt abzuwarten – und könnte Atlanta im schlimmsten Fall die Postseason kosten.

Tampa Bay Buccaneers setzen sich knapp in der NFC South durch

Bei den Bucs stellt sich diese Frage allerdings auch, auf Defensive End ist man mit Calijah Kancey und Logan Hall nur solide besetzt. Mit Haason Reddick kam aber Verstärkung und mit Vita Vea hat man immer noch einen der besten Pass Rusher unter allen Defensive Tackles. Sowohl die Linebacker-Positionen als auch die Secondary sind nahezu durch die Bank weg gut besetzt und sollten Head Coach Todd Bowles keine Kopfschmerzen bereiten.

Das sollte eigentlich auch für die Offense gelten. Mit Mike Evans, Chris Godwin und Erstrundenpick Emeka Egbuka steht dem wiedererstarkten Quarterback Baker Mayfield ein brutales Receiver-Trio zur Verfügung. Running Back Bucky Irving war 2024 eine der Rookie-Entdeckungen. 

Fraglich ist noch, wie lange Left Tackle Tristan Wirfs mit seiner Knieverletzung ausfallen wird und ob der neue Offensive Coordinator Josh Grizzard die großen Fußstapfen von Liam Coen ausfüllen kann. Alles in allem hat Tampa aber genug Durchschlagskraft, um zum fünften Mal in Folge die Division zu holen.

Carolina Panthers können in der NFC South überraschen

Wenn eines der zwei weiteren NFC-South-Teams auch zum Ende der Regular Season noch Chancen auf die Division-Krone haben sollte, dann auf jeden Fall Carolina. Dafür muss aber einiges klicken – auf beiden Seiten des Balles. Grundvoraussetzung ist sowieso Stabilität auf der Quarterback-Position. Wenn Bryce Young an die zweite Saisonhälfte 2024 anknüpfen kann, sollte diese gegeben sein.

Offensiv hat der erste Pick des Draft 2023 neues Spielzeug bekommen. Mit Tetairoa McMillan schnappte man sich – abgesehen von Travis Hunter – den besten College-Receiver. Gemeinsam mit Adam Thielen, Xavier Legette, von dem man allerdings einen Sprung erwarten darf, und Tight End Ja‘Tavion Sanders kann ein durchaus produktives Passspiel erwartet werden. Im Backfield sind die Panthers mit Chuba Hubbard und Free-Agent-Neuzugang Rico Dowdle ebenfalls gut aufgestellt.

Auf der Gegenseite war allen voran die Line zu ungefährlich. In Runde zwei und drei schnappte man sich mit Nic Scourton und Princely Umanmielen daher jeweils einen neuen Edge Rusher, die aber auch früh liefern müssen. Dafür sieht vor allem das Safety-Duo Tre‘von Moehrig und Nick Scott gut aus, mit Jaycee Horn hat man einen Top-10-Cornerback. Wenn die Front ekliger wird und die Offense ins Rollen kommt, wird Carolina gefährlich.

New Orleans Saints könnten die größte Enttäuschung der gesamten NFL werden

Atlanta und Tampa sind in Breite und Tiefe zu gut aufgestellt, um eine wirklich schlechte NFL-Saison zu spielen. Beide Teams sind relativ gefestigt. Bei Carolina ist die Fallhöhe aufgrund gestiegener Erwarten zwar größer als in New Orleans, aber Luftschlösser baut man in Nashville auch nicht. Und von New Orleans erwartet man zwar nahezu nichts, aber die Offense könnte als eine der schlechtesten der vergangenen Jahre in Erinnerung bleiben.

Die Quarterback-Frage schwebt noch immer über dem Team. Unabhängig davon, ob nun Spencer Rattler oder Zweitrundenpick Tyler Shough starten wird – es ist nicht unrealistisch, dass die Saints den schlechtesten Quarterback der Liga haben werden.

Das Waffenarsenal um Chris Olave, Rashid Shaheed und Alvin Kamara ist überschaubar und vor allem verletzungsanfällig. Warum man kurz vor Saisonstart noch einen Viert- und einen Siebtrundenpick in Devaughn Vele von den Broncos investiert hat, darf kritisch hinterfragt werden. Dazu kommt die Line, die einen Großteil der offensiven Last schultern muss. Denn der Rest der Unit wird das nicht oder nur bedingt tun können. Wenn Trevor Penning und Co. dann auch noch wackeln, könnte das ganz düster werden. (masc)

Kommentare

$Teilen