DFB-Star testet bei Frauen-EM-Pressekonferenz bereits die Karriere danach
Uns auf Google folgenWährend der Frauen-EM dominiert in der deutschen Nationalmannschaft ein positiver Teamgeist – Verteidigerin Kleinherne bewies dies auch vor dem Halbfinale gegen Spanien.
Zürich – Was die deutsche Nationalmannschaft bei dieser Frauen-EM bislang geleistet hat, ist aller Ehren wert. Nach der schweren Verletzung von Kapitänin Giulia Gwinn, die sich im ersten Gruppenspiel gegen die Schweiz eine Innenbandverletzung im linken Knie zuzog und für das Rest des Turniers ausfällt, erreichte man trotzdem die K.o.-Phase. (Der Spielplan zur Frauen-EM)
DFB-Star Kleinherne probt bei EM-Pressekonferenz schon mal für die Karriere danach
Nach dem fulminanten Viertelfinalkampf gegen Frankreich steht am Mittwochabend das Halbfinale gegen Spanien an (21 Uhr – alle TV-Infos hier). Natürlich sind die amtierenden Weltmeisterinnen von der iberischen Halbinsel dabei leicht favorisiert – doch verstecken braucht sich die DFB-Elf nicht. Und das hängt neben den starken Leistungen auf dem Platz auch mit der guten Stimmung im Team zusammen – und das, obwohl die DFB-Frauen vor dem Halbfinale einen Dämpfer verkraften müssen.
Ob Auftritte von Wolfgang Petry oder die Unterstützung von Gwinn, die trotz ihrer Verletzung bei allen Spielen dabei ist und von der Bank aus die Daumen drückt – der Spirit im Team ist sensationell. Das zeigte sich auch bei der Pressekonferenz vor dem Halbfinale; Verteidigerin Sophia Kleinherne erlaubte sich dabei einen kleinen Spaß und übernahm zeitweise die Rolle von DFB-Pressesprecherin Annette Seitz.
„Gibt es Fragen aus dem Publikum?“, fragte die Wolfsburgerin etwa mit einem Augenzwinkern in Richtung der Journalisten. Zum Ende der PK fügte sie hinzu: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit – dann würde ich das hier beenden!“
Kleinherne: „Für später ist es eine Option“
Ist die neue Rolle bereits ein Fingerzeig auf einen Perspektivenwechsel nach der Karriere? Geht es nach Kleinherne, ist es dafür noch ein bisschen zu früh. „Erst mal bleibe ich gerne noch ganz, ganz lange im aktiven Fußball, aber für danach ist es eine Option“, betonte die 25-Jährige.
Für ihre kurzzeitige neue Rolle gab es indes lobende Worte von den Fans. „Super gemacht!“, schreibt einer bei Instagram. Ein anderer ergänzt: „Sophia ist eh eine eloquente, intelligente und meinungsstarke Frau. Dass sie zudem eine Top-Verteidigerin ist, weiß seit dem Viertelfinale hoffentlich auch jeder.“

Zum Halbfinale gegen Spanien äußerte sich Kleinherne bei der Pressekonferenz natürlich auch noch. „Wir haben es sehr oft geschafft, gegen Spanien effektiv aufzutreten. Ich erinnere mich vor allem an die vergangene EM, als wir in der Gruppenphase mit 2:0 gewonnen haben, auch weil wir die Zweikämpfe angenommen und einen enormen Willen an den Tag gelegt haben. Wir hatten viel in die Defensive investiert. Gegen Frankreich haben wir gesehen, dass dort der Schlüssel liegt und dass eine gewisse Mentalität gefragt ist. Ich bin optimistisch, dass wir gegen Spanien auch diesmal ein erfolgreiches Spiel absolvieren werden“, so die Defensivspezialistin.
Es werde gegen die Ibererinnen ein „intensives Match aus Augenhöhe, ein qualitativ hochwertiges Spiel“. (ysl)