Borussia Dortmund von Schalke-Ikone verspottet – gleichzeitig ernste Mahnung an Leroy Sané
Uns auf Google folgenDietmar Schacht ist in Gelsenkirchen eine Ikone – und ein Mann direkter Worte. In einem Interview spricht er über den neuen Schalke-Coach Muslic – und attackiert den BVB.
Gelsenkirchen – Dietmar Schacht hat in seiner Karriere einiges erlebt: In den 80er-Jahren lief er unter anderem für den MSV Duisburg, Arminia Bielefeld, Alemannia Aachen und natürlich den FC Schalke 04 auf. Vor allem seine Zeit bei den Königsblauen blieb vielen Fans in Erinnerung; bei S04 wurde der beinharte Abwehrspieler schnelle Publikumsliebling und Kapitän.
Schalke-Ikone Dietmar Schacht ätzt gegen Borussia Dortmund – und sendet Warnung an Leroy Sané
1991 wurde er von den Anhängern zudem zum beliebtesten Spieler der Saison gewählt. Kein Wunder also, dass der heute 62-Jährige seinen ehemaligen Verein immer noch sehr nahesteht. Schacht verfolgt das Geschehen in Gelsenkirchen als Klub-Repräsentant immer noch sehr aufmerksam – wie er nun in einem Interview mit Sport 1 unter Beweis stellte.
„Mit Frank Baumann haben wir einen absoluten Fußballfachmann verpflichtet, der viel Erfahrung mitbringt. Bislang macht er das hervorragend. Manche haben die Stirn gerunzelt, dass er den hier eher unbekannten Miron Muslic als Trainer geholt hat – aber Baumann hat ihn zwei Jahre lang beobachtet und wusste genau, wen er da verpflichtet“, blickt der einstige Defensivmann hoffnungsvoll auf die neue Spielzeit. Er betont aber auch: „Eins ist aber klar: Der Schuss muss sitzen.“
Für Schacht ist der FC Schalke immer noch ein ganz besonderer Verein – trotz des sportlichen Absturzes der vergangenen Jahre. Und das hängt in seinen Augen vor allem mit den fanatischen Fans der Blau-Weißen zusammen. „Selbst wenn wir schlecht spielen, ist die Bude voll. Ich besuche als Repräsentant viele Fanklubs – und da herrscht immer pure Euphorie. Die Fans lieben Schalke oft mehr als die Spieler“, so Schacht.
Schacht: „Hör mir mit dem BVB auf!“
Vom ewigen Ruhrpott-Rivalen Borussia Dortmund hält er als echter Schalker naturgemäß nicht viel: „Hör mir auf, der BVB ist gar nicht erwähnenswert. Den MSV Duisburg erwähne ich gern. Wenn es dem Verein schlecht geht, kommen alle aus den Löchern. Es ist anders als bei uns – auf Schalke sind sie immer da. In guten wie in schlechten Zeiten. Egal, wo du hinkommst: Es gibt immer irgendwo einen Schalker.“

An den ehemaligen Schalker Leroy Sané, der im Sommer in die türkische Liga zu Galatasaray Istanbul wechselte, sendet er indes eine klare Warnung. In der Türkei sei man „schnell König – aber genauso schnell auch wieder Bademeister“, so Schacht. „Wenn es in der Türkei läuft wie beim FC Bayern, dass er drei, vier Spiele so spielt wie dort oft, dann möchte ich nicht in seiner Haut stecken. Leider ruft Leroy seine Leistung nicht konstant ab. Manchmal wirkt er phlegmatisch und lustlos. Wenn er mal Lust hat, ist er der Wahnsinn. Manchmal ist er aber auch ein Chancentod.“