„Klotz am Bein“: Didi Hamann wählt drastische Worte für Thomas Müller
Uns auf Google folgenDer Nachfolger von Thomas Tuchel beim FC Bayern muss sich wohl mit der Personalie Thomas Müller beschäftigen. Didi Hamann prophezeit Schwierigkeiten.
München – Wer wird Nachfolger von Thomas Tuchel? Mitten in der Diskussion, die gute Chancen hat, die nächsten Wochen beim FC Bayern zu bestimmen, äußert sich Didi Hamann beinahe abfällig über Thomas Müller. Die spielende Bayern-Legende könnte laut ihm ein Hindernis für den neuen Münchner Trainer werden.
Egal, wer es wird – Müller sei für den Tuchel-Nachfolger „ein Klotz am Bein“, behauptete der Experte in einer Live-Übertragung auf Sky Sport News. Den harten Ausdruck bezieht Hamann nur sekundär auf die Leistungen des 34-Jährigen, sondern eher auf dessen exponierte Stellung in der Bayern-Mannschaft.

Thomas Müller könnte auch für den neuen Bayern-Trainer zum Problem werden
Durch seine überragenden Verdienste für den Klub hat sich Müller eine Position erarbeitet, in der er zum Hindernis für jeden Trainer werden könnte. Müller, der laut Hamann auch „in der nächsten Saison nur noch Teilzeitspieler“ sein werde, hat qua seiner Vergangenheit das Selbstverständnis, immer zu spielen.
Müllers Vertrag wurde bis 2025 verlängert – Thomas Tuchels Schicksal wird also auch den nächsten Bayern-Coach ereilen: Jede Nichtberücksichtigung Müllers sorgt für Diskussionen, eine Erklärung wird jedes Mal aufs Neue erwartet. Gleichzeitig befindet sich der Routinier im Herbst seiner Karriere und ist sportlich nicht mehr unumstritten.
Basler und Hamann schießen gegen Müller: „Es ist vorbei“
Hamann, der den FC Bayern vor einigen Tagen mit einer Art Rundumschlag zerlegte, zielt mit seiner Kritik auch auf die Klubführung ab. „Du brauchst als Trainer eine Station, an die du dich immer wenden kannst. Wo du das Gefühl hast, du kannst dich immer austauschen. Tuchel wird nicht zu Dreesen gegangen sein, weil mit ihm braucht er sich über Fußball nicht zu unterhalten. Er kommt aus der Finanzwelt.“
Unbestritten ist: Auch für den neuen Bayern-Trainer wird der Umgang mit Vereinslegende Müller ein wichtiger Faktor sein. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Kabine ist er nach wie vor einer der wichtigsten Persönlichkeiten des Klubs.
Für Mario Basler neigt sich Müllers Zeit als Spieler schon dem Ende zu: „Thomas Müller habe ich am Sonntag (beim 2:3 in Bochum, Anm. d. Red.) mal speziell beobachtet. Ich wurde ja belächelt, als ich vor einem Jahr gesagt habe, dass es vorbei ist. Am Sonntag hat er gezeigt, dass es noch nicht einmal gegen Bochum reicht“, dröhnte er bei Sport1. (epp)