Wagenknecht-Partei könnte zur Gefahr für die politische Mitte werden
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Umfragen prognostizieren der Partei von Sahra Wagenknecht bis zu 15 Prozent der Wählerstimmen. Ein Politikwissenschaftler betrachtet solche Vorhersagen skeptisch.
Berlin -Umfragen trauen der Partei von Sahra Wagenknecht großes Potenzial zu. Laut einer jüngsten Insa-Umfrage liegt Sahra Wagenknechts Partei bereits auf dem vierten Platz, die SPD nur knapp davor. Experten betrachten solche Prognosen kritisch und erörtert, was hinter der Unberechenbarkeit der Partei stecken könnte.
Wagenknecht-Partei: Bis zu 15 Prozent bei der nächsten Wahl?
Derzeit richten sich die Augen nicht auf die AfD, sondern auf die neu ins Spiel kommende, noch namenlose Partei von Sahra Wagenknecht. Diese Entwicklung scheint die etablierten Parteien nervös zu machen. Berichten des Tagesspiegels zufolge soll die SPD bereits versuchen, potenzielle Abtrünnige zu überzeugen, der Partei treu zu bleiben.
Wähler vor dem Wechsel: AFD in großer Sorge?
Wagenknecht brachte bereits Koalitionsgespräche mit der CDU ins Spiel und strebt einen Einzug in die Landesparlamente an. Politikwissenschaftler Constantin Wurthmann, Politikprofessor aus Erlangen, betont, dass ihre Strategie darin liegen könnte, zukünftig kontinuierlich Aufmerksamkeit zu erregen. Wagenknechts Partei soll laut neuesten Umfragen besonders bei AfD-Wählern Anklang finden.
Wurthmanns Untersuchungen zeigen, dass die potenziellen Unterstützer tendenziell konservativ, migrationskritisch und mit dem demokratischen System unzufrieden sind. Die Daten weisen darauf hin, dass Wagenknechts Partei auch eine potenzielle Bedrohung für die politische Mitte darstellen könnte. Dennoch dürfte es bei einer Parteigründung auch größere Unterschiede zwischen der AFD und einer Wagenknecht-Partei geben.
Umfragebeben: Vergleich mit Horst-Schlämmer-Partei
Bei einer Forsa-Befragung im Jahr 2009 konnten sich 18 Prozent der deutschen Wähler vorstellen, ihre Stimme der fiktiven „Horst-Schlämmer-Partei“ zu geben, welche damals lediglich ein „Film-Werbegag“ von Hape Kerkeling war. Wagenknecht hingegen verfolgt mit ihrer Parteigründung ernsthafte Absichten.
Der Politikexperten Wurthmann erklärte abschließend: „Wagenknechts Interesse ist, dass sie möglichst viele Angriffe abbekommt und dauerhaft im Gespräch bleibt“. „So kann diese Partei zum Selbstläufer werden. Vielleicht sehen wir gerade, wie sich das Meer zurückzieht, ohne vom Tsunami zu wissen, der bald kommt.“