„Aktive Verteidigung“ – Schoigu und Putin wollen Situation in Awdijiwka offenbar schönreden
Uns auf Google folgenAus Verzweiflung? Offensivoperationen von Putins Truppen in Awdijiwka werden vom russischen Verteidigungsminister als „aktive Verteidigung“ bezeichnet.
Awdijiwka – Laut jüngsten Berichten bezeichnen der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu und Wladimir Putin die russischen Offensivoperationen in der Ukraine irreführenderweise als „aktive Verteidigung“. Dies dient offenbar dazu, die Erwartungen an die russischen Truppen zu senken. Darüber berichtet unter anderem Kyiv Independent.
Ukraine-Krieg: Aus Offensive wird „aktive Verteidigung“
Sowohl Verteidigungsminister Schoigu als auch der russische Präsident Wladimir Putin haben offenbar Russlands Bestreben, Awdijiwka im Gebiet Donezk einzunehmen, als „aktive Verteidigung“ umschrieben. Dies geschah, nachdem es den russischen Streitkräften seit Anfang Oktober 2023 nicht gelungen war, signifikante Fortschritte zu erzielen.

Das Institute for the Study of War, kurz ISW, beurteilt die Bezeichnung der Offensive als „aktive Verteidigung“ als bewusst irreführend. Awdijiwka ist seit 2014 stark umkämpft. Die Bezeichnung „aktive Verteidigung“ diene nun offenbar dazu, zu verschleiern, dass die über zwei Monate anhaltenden intensiven russischen Angriffe keine wesentlichen militärischen Erfolge erzielten. „Aktive Verteidigung“ ist im militärischen Sinne definiert als: „Der Einsatz begrenzter Offensivaktionen und Gegenangriffe, um dem Feind ein umkämpftes Gebiet oder eine umkämpfte Stellung zu verweigern“, schreibt kyiv post.
Russland: Streitkräfte mit hohen Verlusten
Anfang Oktober intensivierten die russischen Streitkräfte ihre Bodenoffensive auf Awdijiwka, das Gebiet Donezk und angrenzende Siedlungen, mit der Absicht, die Stadt einzukesseln. Nach Angaben des ukrainischen Militärs verloren die russischen Streitkräfte im ersten Monat ihrer Offensive etwa 10.000 Soldaten, mehr als 100 Panzer, über 250 weitere gepanzerte Fahrzeuge und sieben Su-25-Flugzeuge.
In den vergangenen Tagen sorgte ebenso der Tod eines russischen Generalmajors für Schlagzeilen. Vladimir Zavadsky, stellvertretender Kommandeur des 14. Armeekorps, kam Berichten zufolge durch eine Landminenexplosion in der Ukraine ums Leben. Darüber berichtete die kremlfreundliche Zeitung Lenta und weitere russische Medien. Zavadsky gehört damit zu einer Reihe von hochrangigen und prominenten russischen Kommandeuren, die in der Ukraine gefallen sein sollen.