Schlägerei und Ellbogencheck: US-Republikaner kommen nicht zur Ruhe

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Von: Stefan Krieger

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Kevin McCarthy, ehemaliger Minderheitenführer des Repräsentantenhauses.
Hat er zugeschlagen? Kevin McCarthy, ehemaliger Minderheitenführer des Repräsentantenhauses. © Michael Brochstein/dpa

US-Republikaner in der Krise: Ein Abgeordneter wirft dem ehemaligen Vorsitzenden einen Ellenbogencheck vor, während ein Senator zu einer Prügelei herausfordert.

Washington, DC – Die Partei des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sorgt in den USA weiter für Schlagzeilen. Am Dienstag (14. November) beschuldigte ein republikanischer Abgeordneter den im Oktober entmachteten Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, ihm einen Ellenbogenstoß in die Nieren verpasst zu haben. Parallel dazu forderte ein konservativer Senator während einer Kongressanhörung einen geladenen Zeugen zu einem Faustkampf auf.

Beim ersten Vorfall beschuldigte der Abgeordnete Tim Burchett seinen Parteikollegen McCarthy, ihm während eines Interviews beim Vorbeilaufen in einem Kongressgang den Ellenbogen in den Rücken gerammt zu haben.

„Schlag in die Nieren“: Burchett beschuldigt McCarthy

„Ich habe einen Ellenbogenschlag in den Rücken bekommen und das hat mich unvorbereitet getroffen, weil es ein Schlag in die Nieren war“, sagte der rechte Hardliner, der Anfang Oktober als einer von acht Republikanern für McCarthys Absetzung votiert hatte, dem Nachrichtensender CNN. „Ich habe mich umgedreht und da war Kevin.“ Er sei dem früheren „Speaker“ hinterhergerannt, woraufhin es zu einem Wortgefecht gekommen sei.

McCarthy wies diese Darstellung vor Journalisten zurück und beteuerte, er habe Burchett nicht geschlagen. Der Abgeordnete Matt Gaetz, der im Streit um die Haushaltspolitik den Antrag zu McCarthyys Absetzung gestellt hatte, reichte aber eine Beschwerde bei der Ethik-Kommission der Kongresskammer ein.

Senatsanhörung: Aufforderung zum Kampf

Einen weiteren Vorfall gab es derweil bei einer Senatsanhörung: Der konservative Senator Markwayne Mullin aus dem Bundesstaat Oklahoma forderte den Gewerkschaftschef Sean M. O‘Brien zu einem Kampf heraus. Mullin las einen früheren Tweet vor, in dem O‘Brien ihn als „Clown“ bezeichnet und geschrieben hatte: „Hör auf, in Senatsanhörungen den harten Kerl zu spielen. Du weißt, wo du mich findest. Überall, jederzeit, Cowboy.“

Der Senator und frühere Kampfsportler sagte dann, sie könnten das Thema wie „Erwachsene“ jetzt sofort, „zu Ende bringen“. Als O‘Brien entgegnete: „Das ist okay, perfekt“, stand Mullin auf und deutete an, seinen Ehering abzustreifen wie vor einer Schlägerei.

Der Ausschussvorsitzende Bernie Sanders griff sofort ein und forderte O‘Brien auf, sich wieder hinzusetzen. „Sie sind ein Senator der Vereinigten Staaten.“ Trotz Sanders Versuchen, die Situation zu beruhigen, setzten Mullin und O‘Brien ihren verbalen Schlagabtausch fort. (skr/afp)

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