Trotz Rückzug: Kennedy könnte weiter auf Wahlzetteln stehen – in mehr als 20 Staaten
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Robert F. Kennedy Jr. zieht sich in den Swing States aus dem US-Präsidentschaftsrennen zurück. Sein Name könnte dennoch in einigen Staaten auf dem Stimmzettel stehen.
Washington, D.C. – Obwohl Robert F. Kennedy aus dem Rennen ausgestiegen ist, könnte sein Name weiterhin in über 20 Bundesstaaten auf den Wahlzetteln erscheinen. Vor seinem Rückzug war geplant, dass sein Name in mindestens 23 Bundesstaaten auf den Stimmzetteln erscheint. In Arizona hatte er seinen Namen bereits am Freitag offiziell vom Wahlzettel zurückgezogen. In New York hingegen hatte ein Richter den Namen wegen eines Wohnsitzstreits von den Wahlzetteln gestrichen.
Kennedy unterstützt Trump bei Wahlkampfveranstaltung vor der US-Wahl
Kennedy ist vor wenigen Tagen erstmals bei einer Wahlkampfveranstaltung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgetreten. „Wir standen etwas auf entgegengesetzten Seiten“, empfing Trump seinen Gast auf der Bühne im Bundesstaat Arizona. Kennedy sei ihn im Wahlkampf ein paar Mal angegangen, das habe ihm nicht gefallen. „Aber er ist eine phänomenale Person, ein phänomenaler Mann.“

Wenige Stunden zuvor hatte Kennedy verkündet, sich aus dem Wahlkampf in den besonders umkämpften „Swing States“ zurückzuziehen und ab sofort Trump zu unterstützen – das dürfte dem Republikaner im Rennen gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris helfen. Kennedy erklärte vor jubelnden Trump-Anhängern, er habe mit dem 78-Jährigen „nicht über die Dinge gesprochen, die uns trennen, denn wir sind nicht in allem einig, sondern über die Werte und Themen, die uns verbinden“. „Ich denke, er wird einen guten Einfluss haben“, sagte Trump. Er und Kennedy würden „gemeinsam kämpfen, um das korrupte politische Establishment zu besiegen und die Kontrolle über dieses Land zurückzugewinnen“.
Der Neffe des ermordeten Ex-Präsidenten John F. Kennedy begründete seine Entscheidung primär damit, von den Demokraten desillusioniert zu sein. „Im Namen der Rettung der Demokratie hat sich die demokratische Partei daran gemacht, sie zu demontieren“, behauptete Kennedy. Er warf der Partei von Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris unter anderem vor, den Wahlkampf mit undemokratischen Mitteln und zu seinem sowie Trumps Nachteil beeinflussen zu wollen.
US-Wahl 2024: Kennedy zieht sich aus den Swing States zurück
Newsweek berichtete, Kennedy erklärte, er plane, seinen Namen in etwa zehn sogenannten Swing States zurückzuziehen, um zu verhindern, dass er als „Spoilerkandidat“ Trumps Gewinnchancen beeinträchtigt. Unklar bleibt, welche zehn Swing States Robert F. Kennedy meinte, als er ankündigte, seinen Namen von den Wahlzetteln zurückziehen zu wollen. Von den Staaten, in denen sein Name bestätigt ist, gelten nur Michigan und North Carolina in diesem Jahr als umkämpfte Swing States.
Ein Sprecher von Michigans Secretary of State Jocelyn Benson erklärte, dass Kennedys Name aufgrund seiner Kandidatur für eine „kleine Partei“ im November auf den Wahlzetteln bleiben wird, wie ABC-News-Reporter Will McDuffie auf X berichtete. Kennedy hatte am Freitag bereits eine Petition eingereicht, um seinen Namen aus der Wahl in Pennsylvania zu entfernen, wo seine Kandidatur derzeit rechtlich umstritten ist. Er könnte auch versuchen, laufende Petitionen in Georgia, Nevada und Wisconsin zurückzuziehen.
In einigen Bundesstaaten, darunter Pennsylvania, sind die Fristen für einen Rückzug bereits verstrichen. Dennoch könnte ein Rückzug möglicherweise durch gerichtliche Entscheidungen erreicht werden. Es bleibt unklar, in welchen Bundesstaaten Kennedys Name bereits auf den Stimmzetteln abgedruckt ist, da in vielen Staaten die vorzeitige Stimmabgabe erst in über einem Monat beginnt. (jal/dpa)