Umfrage: Kamala Harris liegt acht Punkte vor Donald Trump
Uns auf Google folgenKamala Harris führt in den Umfragen zur US-Wahl vor Donald Trump und scheint wichtige Stimmen ins demokratische Lager zurückzuholen. Die Demokraten schöpfen neue Hoffnung auf den Wiedereinzug ins Weiße Haus.
Washington, D.C. – Vizepräsidentin Kamala Harris hat in einer aktuellen landesweiten Umfrage zu der US-Wahl 2024 einen deutlichen Vorsprung vor dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump erzielt. Die Umfrage von Bullfinch, die zwischen dem 19. und 21. August durchgeführt wurde, zeigt, dass Kamala Harris derzeit 47 Prozent der Stimmen erhält, während Donald Trump auf 39 Prozent kommt. Die Umfrage, die 1000 registrierte Wählerinnen und Wähler befragte, berücksichtigte auch Kandidatinnen und Kandidaten von Drittparteien.
Dies ist das zweite Mal, dass Harris in einer nationalen Umfrage einen Vorsprung von acht Prozentpunkten vor Trump erreicht hat. Bereits Ende Juli ergab eine Umfrage der Marquette University, dass Harris in einem Szenario mit Drittparteienkandidaten 50 und Trump 42 Prozent der Stimmen erhalten würde. Laut dem Umfragetracker von FiveThirtyEight führt Harris im Durchschnitt der landesweiten Umfragen nun mit 3,6 Prozentpunkten – ihrem bisher größten Vorsprung in dem Wahlkampf. Experten warnen, dass sich das Wahlgeschehen noch ändern könnte, insbesondere wenn sich die Wahlen im November nähern und weitere Drittparteikandidaten aus dem Rennen ausscheiden. Die Fehlerquote wird von Bullfinch mit 3,1 Prozent angegeben.
Robert F. Kennedy zieht sich aus dem Rennen in Swing States zurück und unterstützt Trump
In dem derzeit knappen Präsidentschaftsrennen zwischen Trump und Harris könnten wenige tausende Stimmen in einigen der Swing States den Ausschlag geben. Der parteilose US-Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy hat bereits angekündigt, sich in mehreren umkämpften Bundesstaaten aus dem Rennen um das Weiße Haus zurückzuziehen und künftig den Republikaner Donald Trump zu unterstützen. Bei einer Veranstaltung in Phoenix, Arizona, erklärte der 70-jährige Kennedy, dass sein Name in etwa zehn sogenannten Swing States von den Wahlzetteln gestrichen wird. Er betonte, dass seine Anwesenheit in diesen Staaten eine „Störung darstellen würde“. Der Schritt dürfte vor allem Ex-Präsident Trump helfen, in seinem Rennen gegen die demokratische Kandidatin Kamala Harris.

US-Wahl: Kennedy kritisiert Demokraten – Harris Team wirbt um seine Anhänger
Kennedy gab an, Trump habe ihm eine Rolle in dessen möglicher Regierung in Aussicht gestellt. Seine Unterstützung für den Republikaner begründete Kennedy primär damit, von den Demokraten desillusioniert zu sein. Er übte zudem scharfe Kritik an den US-Medien, sprach von „unerbittlicher, systematischer Zensur und Medienkontrolle“. In seiner langen Rede betonte Kennedy explizit, dass er sich nicht komplett aus dem Rennen zurückziehe. In den übrigen Staaten könne weiterhin für ihn gestimmt werden, ohne dass dies Trump oder Harris schaden würde.
Nach dem Aussetzen der Wahlkampagne des unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy hat Harris‘ Wahlkampfteam dessen Anhängerinnen und Anhänger gezielt angesprochen. Kampagnenchefin Jen O‘Malley Dillon betonte, dass Harris sich „Ihre Unterstützung verdienen“ wolle. „Auch wenn wir nicht in allem einer Meinung sind, weiß Kamala Harris, dass uns mehr eint als uns spaltet“, sagte sie. (jal/dpa)