Trump kann keinen McFlurry machen: Walz-Attacke vor US-Wahl 2024

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Von: Paul Luka Schneider

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Die US-Wahl 2024 rückt näher. Bei einer Veranstaltung äußerte Tim Walz, dass Donald Trump nicht einmal in der Lage wäre, bei McDonald’s zu arbeiten.

Washington, D.C. – Wahlkämpfe in den USA unterscheiden sich unter anderem von jenen in Deutschland doch vor allem immer in einem Punkt: dem Unterhaltungswert. Persönlicher Hohn und Spott über den politischen Gegner steht auch vor der US-Wahl 2024 im November oftmals im Fokus bei Wahlkampf-Auftritten. Das demokratische Duo bringt nun nochmal einen neuen Klang in den Wahlkampf.

Am Dienstag (13. August) hatte nun der demokratische Vize-Kandidat für die Präsidentschaftswahl, Tim Walz, bei einem Wahlkampf-Auftritt bei einer Gewerkschaft in Los Angeles eine nächste Spitze gegen den republikanischen Kandidaten und Ex-Präsident Donald Trump auf Lager.

Vor US-Wahl 2024: Tim Walz zieht McDonald’s-Vergleich zwischen Kamala Harris und Donald Trump

„Wissen Sie, Vizepräsidentin Kamala Harris wuchs in einer Mittelstandsfamilie auf und arbeitete als Studentin bei McDonald’s. Können Sie sich Donald Trump vorstellen, wie er bei McDonald’s arbeitet und versucht, einen McFlurry oder so etwas zuzubereiten?“, fragte Walz rhetorisch ins Plenum. Um selbst nachzuschieben, dass Trump „diese verdammte McFlurry-Maschine“ nicht einmal bedienen könnte.

Der US-Demokrat wollte damit vor allem einen Kritikpunkt an Trumps politischer Agenda anbringen: die aus seiner Sicht gewerkschaftsfeindliche Haltung der führenden Republikanerinnen und Republikaner. Walz selbst – erstes Gewerkschaftsmitglied auf dem US-Wahlzettel seit dem Republikaner Ronald Reagan 1980 – stellte derweil die arbeitnehmerfreundlichen Ansätze der Demokratinnen und Demokraten heraus.

Donald Trump empfängt das College Football Team der Clemson Tigers mit einer Menge Hamburger.
Ein Faible für Fast-Food-Produkte von McDonald’s scheint Donald Trump zu haben: Im Januar 2018, damals noch als US-Präsident, lud er ein Football-Team zum Essen ins Weiße Haus ein. © Everett Collection/Imago Images

Das Duo Harris-Walz stünde demnach, wenn sie ins Weiße Haus einziehen sollten, für die Förderung der amerikanischen Mittelschicht. Doch das nicht von oben herab, mit vorgefertigten und theoretischen Gesetzen aus Regierungskreisen, sondern ganz basisdemokratisch unter Einbezug und der Verantwortung derer, die es betrifft. So wörtlich gewerkschaftlich organisierte Lehrerinnen und Lehrern, Pflegekräfte als auch Staats- und Kommunalbeamtinnen und -beamten. 

Tim Walz vor US-Wahl 2024: Donald Trump und J.D. Vance wollen Gewerkschaften abschaffen

Walz führte zur Untermauerung seines Versprechens seine Arbeit als Gouverneur von Minnesota an. „Wir haben es den Arbeitern leichter gemacht, Gewerkschaften zu gründen, wir haben den Arbeitnehmerschutz gestärkt und ja, wir haben diese verdammten Treffen für immer verboten“, sagte er. Die „verdammten Treffen“ sind Unternehmens-Sitzungen, bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise unter unterschwelliger Androhung von arbeitsrechtlichen Konsequenzen eingeschüchtert und davon abgehalten werden sollen, sich in Gewerkschaften zu organisieren oder auf ihre Arbeits- und Streikrechte zu pochen.

Wahlkampf in den USA - Walz
Der demokratische Vize-Kandidat bei der US-Wahl 2024, Tim Walz, steht als Gewerkschaftsmitglied nach eigenen Aussagen für eine arbeitnehmerfreundliche Politik. © Matt Rourke/AP/dpa

Zu dieser Art von Menschen, die das unterdrücken wollen, zählte Walz auch Trump und dessen Vize-Kandidaten J.D. Vance. „Das Einzige, was sie über arbeitende Menschen wissen ist, wie man sie ausnutzt“, wetterte Walz.

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Das hätte vor allem ihre Partei in der Vergangenheit immer wieder bewiesen. Insbesondere während Trumps erster US-Präsidentschaft. Als es um Abstimmungen und Haltungen zu Gesetzen und Reformen ging, die nach Ansicht der Demokratinnen und Demokraten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten stärken können, sei das auf der anderen politischen Seite auf taube Ohren oder vehementen Widerstand gestoßen.

Das sogenannte „Project 2025“, eine Agenda der Republikanerinnen und Republikaner um Trump für die US-Wahl 2024, sei ein weiterer Ausdruck dessen. „Eines der klaren Ziele dieses Projekts ist es, den Arbeitnehmern Druck zu machen, Tarifverhandlungen zu erschweren und es den Arbeitgebern zu ermöglichen, Überstunden drastisch zu kürzen oder sogar ganz abzuschaffen“, meinte Walz und schob nach: „Donald Trump und J.D. Vance wollen alle Gewerkschaften im öffentlichen Sektor komplett abschaffen.“

Erst jüngst hatte Walz vor der US-Wahl 2024 Trump vorgeworfen, zu egoistisch für einen Dienst für Menschen zu sein. (pls)

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