Trump beobachtet „echte Fortschritte“ bei Atomgesprächen mit Iran

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Von: Erkan Pehlivan

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Trump äußert sich optimistisch über die Atomgespräche mit dem Iran. Das Land lehnt es aber ab, sein Nuklearprogramm einzustellen.

Washington/Teheran – In die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran kommt offenbar Schwung. Nach der jüngsten Runde der Atomgespräche seien „echte Fortschritte, ernsthafte Fortschritte“ gemacht worden, sagte Donald Trump am Sonntag (Ortszeit) in Morristown im Bundesstaat New Jersey vor Journalisten.

„Was das Atomprogramm betrifft, haben wir sehr gute Gespräche mit dem Iran geführt. Ich weiß nicht, ob ich Ihnen in den nächsten zwei Tagen etwas Gutes oder Schlechtes erzählen werde, aber ich habe das Gefühl, dass ich Ihnen vielleicht etwas Gutes erzählen werde. Wir haben echte Fortschritte erzielt, ernsthafte Fortschritte“, sagte der US-Präsident weiter. Die fünfte Runde der Atomgespräche war am Freitag in Rom zu Ende gegangen.

Trump feiert ernsthafte Fortschritte bei Atomgesprächen – Iran lobt besseres Verständnis der USA

US-Kreisen zufolge sei das Treffen konstruktiv gewesen. Dagegen erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, die Verhandlungen seien „zu kompliziert, um in zwei oder drei Treffen gelöst zu werden“. Araghtschi selbst bezeichnete die jüngsten Verhandlungen als „eine der professionellsten“ Runden, die es bisher gegeben hat, und hob ein „besseres und klareres Verständnis“ der Positionen der Islamischen Republik durch die amerikanische Seite hervor.

Oman tritt bei den Gesprächen als Vermittler auf. Auf X erklärte der Außenminister des Oman, Badr Albusaidi, die Verhandlungen hätten „teilweisen, aber nicht überzeugenden Fortschritt“ gebracht. Albusaidi hoffe deswegen, „die verbliebenen Fragen in den kommenden Tagen zu klären“.

Irans Führer Chamenei kontert Trump – brauchen für Atomprogramm „keine Erlaubnis“

Zentrale Forderung der USA ist, dass der Iran die Urananreicherung vollständig einstellt. Das sei aus Sicht Washingtons eine notwendige Maßnahme, um eine Entwicklung iranischer Atomwaffen dauerhaft zu verhindern. Der Iran will jedoch offenbar auf sein Atomprogramm nicht verzichten. „Vergangene Woche bezeichnete der Führer der Islamischen Revolution, Ayatollah Ali Chamenei, es als ‚völlig falsch‘, wenn die Vereinigten Staaten darauf bestehen, dass der Iran seine friedlichen Urananreicherungsaktivitäten vollständig einstellt“, schreibt das staatliche iranische Medienunternehmen Press TV. „Niemand wartet auf die Erlaubnis von irgendjemandem. Die Islamische Republik hat ihre eigene Politik, ihre eigenen Methoden, und sie verfolgt ihre eigene Agenda“, so der geistige Führer des Landes weiter.

US-Präsident Donald Trump sieht „echte Fortschritte“ bei den Atomverhandlungen mit Teheran.
US-Präsident Donald Trump sieht den Verlauf der Atomgespräche mit dem Iran positiv. © dpa/Manuel Balce Ceneta

Iran weist Atom-Vorwürfe zurück: „Jedes einzelne Milligram“ Uran unter IAEA-Kontrolle

Laut Press TV hat die iranische Führung Anschuldigungen zurückgewiesen, ihr Atomprogramm auch militärisch zu nutzen. Der Iran wolle weder Atombomben bauen noch horten. „Jedes einzelne Milligramm angereichertes Uran im Iran steht unter der vollständigen und ständigen Aufsicht und Überwachung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA“, schreibt der iranische Außenminister Araghtschi auf X. 2015 hatte der Iran im Wiener Atomabkommen nach langen Verhandlungen mit China, Russland, den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien bereits einmal vereinbart, sein Nuklearprogramm einzuschränken. Trump stieg jedoch 2018 einseitig aus dem Pakt aus und verhängte neue, harte Sanktionen.

Der Iran beschuldigt Israel, die Diplomatie zu verhindern sowie eine militärische Reaktion provozieren zu wollen. „Angesichts der Fälle von Sabotage- und Attentatsversuchen in der Vergangenheit, die darauf abzielten, eine legitime Reaktion zu provozieren, befinden sich unsere Sicherheitsdienste in höchster Alarmbereitschaft“, so Araghtschi auf X. (erpe/dpa/AFP)

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